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Komplexes regionales Schmerzsyndrom (CRPS) G57.7 – Diagnostik & Therapie‑Standard

Stärkste Quellenart: Übersichtsarbeit
  • Übersichtsarbeit: 3

Einordnung nach dem Studientyp der zitierten Quellen laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Sie bewertet nicht, ob einzelne Aussagen des Artikels durch diese Quellen belegt sind. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

HOS-044945

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Das komplexe regionale Schmerzsyndrom (CRPS) ist ein chronisches, häufig nachtraumatisches Schmerzzustand, der durch eine disproportionale Schmerzintensität im Vergleich zum auslösenden Ereignis gekennzeichnet ist. Epidemiologische Angaben zeigen, dass CRPS vor allem nach Frakturen des distalen Radius auftritt und häufiger bei Frauen als bei Männern vorkommt. Die Erkrankung hat erhebliche Auswirkungen auf die Lebensqualität, da sie zu funktionellen Einschränkungen, psychosozialen Belastungen und langfristiger Arbeitsunfähigkeit führen kann.

Klinisches Erscheinungsbild

Typische Leitsymptome umfassen anhaltende, brennende Schmerzen, Hyperalgesie, Allodynie sowie autonome Dysregulationen wie Temperatur- und Schwitzungsasymmetrien. Visuell lässt sich häufig eine trophische Veränderung der Hautfarbe und -temperatur beobachten, begleitet von Ödemen und motorischen Störungen bis hin zu Tremor oder Dystonie. Der Krankheitsverlauf ist oft gekennzeichnet durch ein progressives Auftreten dieser Symptome innerhalb von Wochen nach dem auslösenden Ereignis, wobei sich die klinische Präsentation im weiteren Verlauf stabilisieren oder chronifizieren kann.

Diagnostik

Die Diagnose stützt sich primär auf eine detaillierte Anamnese, die das zeitliche Verhältnis zum auslösenden Trauma und die charakteristischen Schmerzphänomene erfasst. Klinisch‑physikalische Untersuchung beinhaltet die Bewertung von sensorischen (Hyperalgesie, Allodynie), autonomen (Temperatur-, Schwitzungsasymmetrie) und motorischen Befunden (Schwellung, Bewegungseinschränkung). Bildgebende Verfahren wie Szintigraphie können eine gesteigerte Blutflussaktivität in der betroffenen Extremität nachweisen, sind jedoch nicht zwingend erforderlich. Die Diagnosekriterien orientieren sich an den etablierten klinischen Merkmalen ohne zwingende Labor- oder bildgebende Bestätigung.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen akute Lymphangitis, tiefe Venenthrombose, periphere Neuropathien, rheumatoide Arthritis und lokale Infektionen. Die Unterscheidung erfolgt durch spezifische Befunde: Bei einer Thrombose fehlt die typische Schmerz‑Allodynie, während bei infektiösen Prozessen meist fiebrige Begleiterscheinungen auftreten. Rheumatische Erkrankungen zeigen häufig systemische Entzündungszeichen und serologische Marker, die im CRPS nicht vorliegen.

Therapie

Die Behandlung erfolgt multidisziplinär und richtet sich nach den Prinzipien einer leitliniengerechten Therapie. Frühzeitiges physiotherapeutisches Mobilisationstraining ist zentral, um Funktionsverlust zu verhindern. Schmerztherapeutisch werden zunächst nicht‑opioide Analgetika eingesetzt, gefolgt von neuropathieorientierten Medikamenten bei unzureichender Wirkung. Ergänzend kommen physikalische Maßnahmen wie sympathetische Blockaden und transkutane elektrische Nervenstimulation zum Einsatz. In fortgeschrittenen Fällen kann eine multimodale Schmerztherapie mit psychologischer Unterstützung indiziert sein.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegen in den geprüften Quellen keine belastbaren Informationen vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.