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Koxarthrose: Diagnostik, Differenzialdiagnosen und Therapie‑Standard

Stärkste Quellenart: Übersichtsarbeit
  • Übersichtsarbeit: 3

Einordnung nach dem Studientyp der zitierten Quellen laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Sie bewertet nicht, ob einzelne Aussagen des Artikels durch diese Quellen belegt sind. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

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In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Koxarthrose bezeichnet das fortschreitende degenerative Gelenkgeschehen im Hüftgelenk (Articulatio coxae). Sie ist die häufigste Ursache für chronische Hüftschmerzen und Bewegungseinschränkung im höheren Erwachsenenalter. Epidemiologische Daten zeigen eine steigende Prävalenz mit dem Lebensalter; bei Personen über 65 Jahren liegt die Inzidenz signifikant höher als in jüngeren Altersgruppen. Die Erkrankung trägt wesentlich zur Belastung des Gesundheitssystems bei, da sie häufig zu operativen Eingriffen wie Hüfttotalendoprothetik führt.

Klinisches Erscheinungsbild

Typisch für Koxarthrose sind belastungsabhängige Schmerzen im Bereich der Trochantermajorregion und/oder in der Leiste, die zunächst beim Gehen oder Treppensteigen auftreten und mit fortschreitender Erkrankung auch in Ruhephasen präsent werden können. Patienten berichten häufig über Steifigkeit des Hüftgelenks, besonders nach längerem Sitzen („Mornings stiffness“). Klinisch zeigt sich eine eingeschränkte aktive und passive Beweglichkeit, vor allem bei Flexion, Innenrotation und Abduktion. In fortgeschrittenen Stadien kann ein antalgischer Gang mit Trendelenburg‑Zeichen beobachtet werden.

Diagnostik

Die Anamnese fokussiert auf die Dauer, Intensität und Belastungsabhängigkeit der Hüftschmerzen sowie auf Risikofaktoren wie Übergewicht, frühere Gelenkverletzungen oder familiäre Vorbelastung. Die körperliche Untersuchung beinhaltet die Beurteilung von Bewegungsumfang, Schmerzprovokation durch spezifische Tests (z. B. FABER-Test) und die Bewertung der Muskelkraft der Hüftstabilisatoren. Bildgebend wird primär das konventionelle Röntgen in anteroposterior‑ und Seitenprojektion eingesetzt; typische Befunde sind Gelenkspaltverschmälerung, Osteophytenbildung, Subchondrale Sklerose und Zysten. Ergänzend können MRT oder CT zur Beurteilung von Knorpeldefekten, Labrumläsionen oder Begleitpathologien herangezogen werden. Die Diagnose Koxarthrose wird anhand der Kombination aus klinischem Bild und radiologischen Befunden gestellt; standardisierte Klassifikationssysteme (z. B. Kellgren‑Lawrence) dienen zur Einordnung des Schweregrades.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen das femoroazetabuläre Impingement‑Syndrom, Trochanterbursitis, Iliopsoas‑Tendinitis, Hüftgelenkentzündungen (z. B. rheumatoide Arthritis) sowie intraartikuläre Tumoren oder Osteonekrose des Femurkopfes. Das femoroazetabuläre Impingement‑Syndrom lässt sich durch charakteristische bildmorphologische Merkmale (Cam‑ bzw. Pincer‑Morphologie) und typische Schmerzlokalisation im vorderen Hüftgelenk unterscheiden. Entzündliche Arthritiden zeigen häufig systemische Befunde und Laborparameter (Erhöhte CRP, Rheumafaktor), die bei primärer Koxarthrose meist nicht vorliegen.

Therapie

Die Behandlung orientiert sich an einem Stufenmodell, das zunächst konservative Maßnahmen umfasst. Schmerztherapie mit nicht‑opioiden Analgetika sowie physikalische Therapie zur Verbesserung der Muskulatur und Beweglichkeit bilden den Grundpfeiler. Bei persistierenden Beschwerden werden injizierbare Therapien (z. B. Hyaluronsäure oder Kortikosteroide) in Erwägung gezogen, wobei die Evidenzlage zu deren Langzeiteffekt begrenzt ist. Orthopädische Hilfsmittel wie Gehstützen können die Belastung reduzieren. Sollte der konservative Ansatz unzureichend sein, wird eine operative Therapie indiziert; die gängige Option ist die Hüfttotalendoprothetik, die bei fortgeschrittener Gelenkzerstörung und erheblicher Funktionseinschränkung empfohlen wird. Die Entscheidung für einen operativen Eingriff erfolgt nach individueller Nutzen‑Risiko-Abwägung und unter Berücksichtigung von Patientenpräferenzen.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.