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Krankheiten der ekkrinen Schweißdrüsen – Differenzialdiagnostik & Therapie‑Standard
Stärkste Quellenart: Sonstige Quelle
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In diesem Artikel
Übersicht
Krankheiten der ekkrinen Schweißdrüfen umfassen primäre Hyperhidrose, sekundäre Hyperhidrose sowie seltene Anhidrose und hypohidrotische Störungen. Die Prävalenz primärer Hyperhidrose wird in europäischen Studien mit etwa 1 % angegeben, wobei ein höheres Auftreten bei jungen Erwachsenen beider Geschlechter zu beobachten ist. Klinisch relevant sind die erhebliche Beeinträchtigung der Lebensqualität und das Risiko sekundärer Komplikationen wie Hautinfektionen.
Klinisches Erscheinungsbild
Typische Leitsymptome einer primären Hyperhidrose sind übermäßiges Schwitzen ohne erkennbare physiologische Auslöser, häufig lokalisiert an Handflächen, Fußsohlen, Achseln oder im Gesichts‑ und Kopfhautbereich. Der Schweißausbruch beginnt meist in der Pubertät und kann episodisch variieren. Sekundäre Hyperhidrose tritt im Kontext systemischer Erkrankungen (z. B. endokrine Störungen, Infektionen) oder medikamentöser Nebenwirkungen auf und ist häufig diffus verteilt. Anhidrose äußert sich durch das Fehlen von Schweißsekretion, was zu Überhitzung und erhöhter Gefahr für Hitzeschlag führt.
Diagnostik
Die Diagnose stützt sich primär auf eine strukturierte Anamnese, die Auslöser, Lokalisation, Dauer und psychosoziale Auswirkungen erfasst. Klinisch wird das Schweißvolumen mittels gravimetrischer Messungen (z. B. Minor‑Stofftest) oder quantitativer Schweißtests objektiviert. Laboruntersuchungen dienen der Ausschlussdiagnostik sekundärer Ursachen und umfassen Blutbild, Schilddrüsenfunktion, Glukosestatus sowie Medikamentenreview. Bildgebende Verfahren werden nur bei Verdacht auf neurogene Ursachen eingesetzt.
Differenzialdiagnosen
Wichtige abzugrenzende Diagnosen sind:
- Infektiöse Dermatitis – begleitet von lokaler Rötung und Exsudat, nicht primär durch Schweißexzess bedingt.
- Seborrhoische Dermatitis – betrifft vorwiegend seböse Hautareale und zeigt schuppende Läsionen.
- Endokrine Hyperhidrose (z. B. bei Hyperthyreose) – geht mit systemischen Stoffwechselzeichen einher.
- Medikamenteninduzierte Hyperhidrose – lässt sich durch Anamnese des Arzneimittelgebrauchs erklären.
Therapie
Leitliniengerechte Therapie beginnt mit nicht‑medikamentösen Maßnahmen: Antitranspirantien auf Aluminiumchloridbasis, physikalische Methoden (Iontophorese, Botulinumtoxin‑Injektionen) und Verhaltenstherapie. Bei unzureichendem Ansprechen wird eine medikamentöse Standardtherapie erwogen; hierzu zählen anticholinerge Substanzen, die die cholinerge Schweißsekretion hemmen. Der Einsatz von Hyoscyamin (ein Anticholinergikum) ist in der Literatur als mögliche Option beschrieben, wobei die Dosierung individuell an das klinische Bild angepasst wird. In therapieresistenten Fällen kann ein chirurgischer Sympathikus‑Schnitt erwogen werden.
Besondere Populationen
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Sonderfälle & aktuelle Studienlage
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Verwandte Codes
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
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