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Laryngitis (J37.0) – Differenzialdiagnostik und Therapie‑Standard

Stärkste Quellenart: Systematische Übersicht oder Metaanalyse
  • Systematische Übersicht oder Metaanalyse: 1
  • Übersichtsarbeit: 2

Einordnung nach dem Studientyp der zitierten Quellen laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Sie bewertet nicht, ob einzelne Aussagen des Artikels durch diese Quellen belegt sind. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

HOS-023657

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Laryngitis bezeichnet die Entzündung des Kehlkopfes, meist verursacht durch virale Infektionen, aber auch durch bakterielle Erreger, Refluxkrankheit oder mechanische Irritationen. Epidemiologisch ist sie eine der häufigsten akuten Atemwegserkrankungen im ambulanten und stationären Bereich, insbesondere in den Wintermonaten. Klinisch relevant ist die mögliche Progression zu schwereren Störungen der oberen Atemwege sowie das Risiko einer chronischen Persistenz bei Begleiterkrankungen wie gastroösophagealem Reflux.

Klinisches Erscheinungsbild

Typische Leitsymptome sind Heiserkeit, rauer Stimmklang und ein trockenes oder schmerzhaftes Halsgefühl. Bei akuter viraler Laryngitis können zusätzlich leichtes Fieber, allgemeines Krankheitsgefühl und eine milde Dysphagie auftreten. Der Verlauf ist meist selbstlimitierend innerhalb von 3–7 Tagen; bei bakterieller Beteiligung kann sich das Bild mit exsudativen Belägen und stärkerer Schmerzen verlängern. Bei Reflux-assoziierter Laryngitis dominieren chronischer Husten, globus sensation und rezidivierende Heiserkeit.

Diagnostik

Die Anamnese fokussiert auf den zeitlichen Zusammenhang zu Infektionen der oberen Atemwege, gastroösophagealen Symptomen sowie mögliche Expositionen (z. B. Intubation). Die körperliche Untersuchung umfasst eine Inspektion des Kehlkopfes mittels indirekter Laryngoskopie; bei akuter viraler Laryngitis zeigen sich hyperämische Schleimhautveränderungen ohne exsudative Prozesse. Laborparameter sind meist unspezifisch, können jedoch bei Verdacht auf bakterielle Superinfektion erhöhtes CRP oder Leukozytose aufweisen. Bei Verdacht auf Reflux wird häufig ein 24‑Stunden-pH-Metrie oder eine Impedanzmessung hinzugezogen.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen:

  • Laryngotracheitis (Pseudokrupp) – charakteristischer bellender Husten und inspiratorisches Stridor.
  • Chronische Laryngitis – meist assoziiert mit Reflux, Rauchen oder beruflicher Stimmüberlastung, präsentiert sich länger als 3 Wochen.
  • Kehlkopfkarzinom – persistierende Heiserkeit >4 Wochen, unregelmäßige Läsionen bei Laryngoskopie.
  • Allergische Rhinitis/Sinusitis – begleitende nasale Symptome und postnasaler Tropf.

Therapie

Die leitliniengerechte Standardtherapie richtet sich nach der Ätiologie. Bei viraler Laryngitis steht symptomatische Behandlung im Vordergrund: ausreichende Flüssigkeitszufuhr, Stimmruhe und ggf. nicht‑opioide Analgetika. Eine antibiotische Therapie wird nur bei eindeutig nachgewiesener bakterieller Superinfektion eingesetzt. Bei reflux-assoziierter Laryngitis erfolgt eine säurehemmende Therapie kombiniert mit Lebensstilmodifikationen (Gewichtsreduktion, Vermeidung von Spätmahlzeiten). In allen Fällen sollte die Behandlung individualisiert und auf das klinische Bild abgestimmt werden.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.