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Laryngomalazie bei Säuglingen – Diagnostik, Differenzialdiagnosen & Therapie‑Standard
Stärkste Quellenart: Übersichtsarbeit
- Übersichtsarbeit: 1
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In diesem Artikel
Übersicht
Laryngomalazie bezeichnet eine strukturelle Instabilität der supraglottischen Atemwegshilfen, die zu einer dynamischen Obstruktion während des Einatmens führt. Sie ist die häufigste Ursache für inspiratorische Stridor bei Säuglingen, kann jedoch auch erworben auftreten, insbesondere im Kontext von epiglottischer Veränderungen. Die klinische Relevanz liegt in der potenziellen Atemwegsobstruktion, die zu nächtlicher Desaturation, Wachstumsverzögerungen und in schweren Fällen zu respiratorischem Versagen führen kann.
Klinisches Erscheinungsbild
Typisch ist ein hochfrequenter, inspiratorischer Stridor, der sich bei Liegeposition oder während des Schlafs verstärkt. Bei erworbener Laryngomalazie der Epiglottis können zusätzlich dysphagische Beschwerden und häufige Aspirationen auftreten. Der Verlauf ist häufig progressiv im ersten Lebensjahr, kann jedoch nach dem zweiten Lebensjahr spontan regressieren; erworbene Formen zeigen ein variableres klinisches Bild abhängig von der Grunderkrankung.
Diagnostik
Die Anamnese fokussiert auf den Zeitpunkt des Auftretens des Stridors, Verschlimmerungsfaktoren (z. B. Liegeposition) und Begleitsymptome wie Schluckstörungen oder Aspiration. Die körperliche Untersuchung beinhaltet die Auskultation des Atemwegs sowie eine flexible transnasale Laryngoskopie, die charakteristische Kollaps‑Muster der epiglottischen Struktur offenbart. Bildgebende Verfahren (z. B. Röntgen in seitlicher Projektion) können ergänzend zur Beurteilung von Luftwegen verwendet werden. Die Diagnose wird gestellt, wenn ein dynamischer Kollaps der Epiglottis während der Inspiration nachgewiesen ist und keine alternative Ursache identifiziert wurde.
Differenzialdiagnosen
Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen subglottische Stenose, Vokalisationsträger‑Laryngomalazie, Larynx‑Papillomatosis, Tracheomalazie sowie neurogene Atemwegskontrollstörungen. Die Unterscheidung erfolgt primär über die Lokalisation des Kollapses (epiglottisch vs. subglottisch), das Vorhandensein von papillomatösen Läsionen bzw. strukturellen Anomalien und den Verlauf der Symptome.
Therapie
Die leitliniengerechte Therapie richtet sich nach dem Schweregrad. Bei moderaten bis schweren Verläufen wird zunächst eine konservative Beobachtung mit positionsabhängiger Lagerung und ggf. sauerstoffunterstützter Therapie empfohlen. Wenn die Obstruktion persistiert, ist ein chirurgischer Eingriff (z. B. epiglottische Supraglottoplastik) indiziert, um die strukturelle Stabilität wiederherzustellen. Postoperativ wird eine engmaschige Nachkontrolle mittels Laryngoskopie empfohlen, um den Therapieerfolg zu sichern.
Besondere Populationen
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Sonderfälle & aktuelle Studienlage
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Verwandte Codes
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