Wissensartikel · DE
Leukoma adhaerens (H17.0): Diagnostik, Differenzialdiagnosen & Therapie‑Standard
Stärkste Quellenart: Fachartikel ohne Angabe des Studientyps
- Fachartikel ohne Angabe des Studientyps: 1
Einordnung laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.
Die Quellenart sagt nicht aus, ob die Aussagen dieses Artikels geprüft und belegt sind.
In diesem Artikel
Übersicht
Leukoma adhaerens bezeichnet ein starkes, adhärentes Narbengewebe (Leukom) an der Hornhaut, das nach traumatischen oder entzündlichen Ereignissen entsteht und zu einer dauerhaften Visusbeeinträchtigung führen kann. Die Erkrankung ist selten und tritt vorwiegend nach schweren Hornhautverletzungen auf. Klinisch relevant ist die potenzielle Entwicklung von Astigmatismus, Hornhauttrübung und Verlust der Sehschärfe.
Klinisches Erscheinungsbild
Patienten präsentieren sich typischerweise mit einer zunehmenden Hornhautopazität im Bereich des vorherigen Traumas oder der Entzündung. Das Leukoma ist häufig fest an das darunterliegende Stroma gebunden, was zu einer eingeschränkten Transparenz und möglichen Irregularitäten der Hornhautoberfläche führt. Der Verlauf kann schleichend sein, wobei die Sehverschlechterung im Laufe von Wochen bis Monaten fortschreitet.
Diagnostik
Die Anamnese fokussiert auf vorherige Hornhauthandverletzungen, Verbrennungen oder Infektionen. Klinisch wird das Leukoma mittels Spaltlampenuntersuchung sichtbar, wobei die adhärente Beschaffenheit und die Ausdehnung des Narbengewebes beurteilt werden. Bildgebende Verfahren wie Anterior Segment OCT können zur Beurteilung der Tiefe und des Umfangs herangezogen werden. Es existieren keine spezifischen Laborparameter; die Diagnose beruht primär auf klinischer Befundung.
Differenzialdiagnosen
Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen andere Hornhautnarbenformen wie das hypertrophe Narbengewebe, das pterygiale Wachstum sowie die subepitheliale Fibrose. Das hypertrophe Narbengewebe ist weniger fest mit dem Stroma verbunden, während ein Pterygium typischerweise aus der Bindehautschicht herauswächst und eine charakteristische V-förmige Ausdehnung zeigt. Subepitheliale Fibrose weist meist eine geringere Opazität auf.
Therapie
Die therapeutische Vorgehensweise richtet sich nach dem Ausmaß des Sehbeeinträchtigungspotenzials. Bei funktionell relevanten Einschränkungen wird häufig ein chirurgischer Eingriff empfohlen, bei dem das adhärente Leukoma vorsichtig entfernt und die Hornhautoberfläche rekonstruiert wird. Das beschriebene Verfahren aus den historischen Quellen betont eine einfache, aber sorgfältige Exzision des Narbengewebes unter lokaler Anästhesie, gefolgt von einer postoperativen Versorgung zur Förderung der Heilung.
Besondere Populationen
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Sonderfälle & aktuelle Studienlage
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Verwandte Codes
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor. Es liegen derzeit keine spezifischen Informationen zu benachbarten ICD‑10‑Codes im selben Kapitelblock vor.
Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.