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Linitis plastica (ICD‑10 C16.9): Diagnostik, Differenzialdiagnosen & Therapie‑Standard
Stärkste Quellenart: Übersichtsarbeit
- Übersichtsarbeit: 5
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In diesem Artikel
Übersicht
Linitis plastica, auch als diffuses, skirroöses Magenkarzinom bezeichnet, ist eine seltene Subtype des fortgeschrittenen Magenkrebses, bei dem die Magenwand diffus verdickt und unflexibel wird. Die Inzidenz liegt im niedrigen einstelligen Prozentbereich aller Magenkarzinome. Klinisch zeichnet sie sich durch schwere Dysphagie, Gewichtsverlust und eine häufig späte Diagnose aus, weil typische ulcerative Läsionen fehlen.
Klinisches Erscheinungsbild
Patient*innen präsentieren meist mit fortschreitender Dysphagie, frühzeitig auftretendem Sättigungsgefühl, ungewolltem Gewichtsverlust und epigastrischen Schmerzen. Die körperliche Untersuchung kann eine harte, nicht tastbare Magenwand ergeben. Aufgrund der diffus infiltrativen Natur verläuft die Erkrankung häufig asymptomatisch bis zu einem fortgeschrittenen Stadium, was den typischen Verlauf von schleichender Verschlechterung prägt.
Diagnostik
Die Anamnese fokussiert auf unspezifische gastrointestinale Beschwerden und Gewichtsverlust. Endoskopisch zeigt sich eine diffus verdickte, strahlende Magenwand ohne klare ulcerative Läsionen; biopsien können aufgrund der submukösen Tumorinfiltration falsch‑negative Ergebnisse liefern. Bildgebend wird häufig ein Kontrast‑CT des Abdomens eingesetzt, das die verdickte Magenwand und mögliche peritoneale Dissemination darstellt. Endosonographie mit Feinnadelaspiration hat sich als sicher und effektiv erwiesen, um tieferliegende Tumorzellen zu gewinnen und die Diagnose zu sichern.
Differenzialdiagnosen
Wichtige abzugrenzende Erkrankungen umfassen chronische Gastritis mit Magenwandverdickung, systemische Sklerodermie (Magen‑Sclerodermie), tuberkulöse Magenbeteiligung sowie andere infiltrative Neoplasien wie Lymphome. Die Unterscheidung beruht auf Kombination von endoskopischen Befunden, histopathologischer Analyse und bildgebenden Merkmalen; beispielsweise zeigen Sklerodermie‑assoziierte Veränderungen typischerweise eine glatte Muskelinfiltration ohne maligne Zellen.
Therapie
Die Behandlung orientiert sich an leitliniengerechten Konzepten für fortgeschrittene Magenkarzinome. Eine multimodale Therapie, bestehend aus neoadjuvanter oder adjuvanter Chemotherapie kombiniert mit chirurgischer Resektion, gilt als Standardansatz, sofern eine curative Resektabilität erreicht werden kann. Bei nicht resezierbaren Tumoren wird palliative systemische Therapie eingesetzt, um das Fortschreiten zu verlangsamen und die Lebensqualität zu erhalten.
Besondere Populationen
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Sonderfälle & aktuelle Studienlage
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Verwandte Codes
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