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Lungenkontusion (S27.3) – Diagnostik, Differenzialdiagnostik & Therapie-Standard

Stärkste Quellenart: Leitlinie oder Konsensus
  • Leitlinie oder Konsensus: 1
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  • Fachartikel ohne Angabe des Studientyps: 1

Einordnung nach dem Studientyp der zitierten Quellen laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Sie bewertet nicht, ob einzelne Aussagen des Artikels durch diese Quellen belegt sind. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

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In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Eine Lungenkontusion bezeichnet ein kontuziertes Lungenparenchym infolge eines stumpfen Thoraxtraumas, häufig kombiniert mit Rippenfrakturen oder Hämatothorax. Epidemiologisch tritt sie bei etwa 30 % aller schweren Thoraxverletzungen auf und ist insbesondere bei polytraumatisierten Patienten von klinischer Bedeutung, da sie das Risiko für respiratorisches Versagen, Pneumothorax und sekundäre Infektionen erhöht.

Klinisches Erscheinungsbild

Typisch sind plötzlich auftretende Dyspnoe, Tachypnoe und ein vermindertes Atemgeräusch über dem betroffenen Lungenareal. In der körperlichen Untersuchung finden sich Rasselgeräusche sowie eine verminderte Brustkorbbewegung. Der Verlauf ist häufig biphasisch: initiale hypoxämische Phase gefolgt von einer möglichen sekundären Verschlechterung durch Entzündungsreaktionen und pulmonale Ödeme.

Diagnostik

Die Anamnese fokussiert das Auftreten eines stumpfen Thoraxtraumas, wobei die Mechanik (z. B. Aufprall gegen ein hartes Objekt oder Sprung ins Wasser) relevante Informationen liefert. Klinisch wird eine gründliche thorakale Untersuchung durchgeführt; bei Verdacht auf Kontusion erfolgt sofortige Bildgebung. Computertomographie des Thorax mit dünnschichtiger Rekonstruktion gilt als Goldstandard, da sie das Ausmaß der parenchymalen Blutungen und mögliche Begleitverletzungen (z. B. Pneumothorax) exakt darstellt. Laborparameter wie arterielle Blutgase zeigen häufig eine Hypoxämie mit respiratorischer Alkalose; ein Anstieg von Entzündungsmarkern kann auf sekundäre Komplikationen hinweisen.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen Pneumothorax, Hämatothorax, Lungenödem und pulmonale Embolie. Beim Pneumothorax fehlt das parenchymale Blutungsbild in der Bildgebung, während ein Hämatothorax durch freie Flüssigkeit im Pleuraspalt gekennzeichnet ist. Das Lungenödem präsentiert sich meist diffus ohne lokalisierte Kontusionen, und die pulmonale Embolie zeigt charakteristische Vaskularitätsveränderungen ohne parenchymale Blutung.

Therapie

Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad der Kontusion und den begleitenden Verletzungen. Bei leichter Kontusion ist eine konservative Therapie mit analytischer Atemunterstützung, Schmerzmanagement und engmaschiger Überwachung ausreichend. Bei moderaten bis schweren Fällen wird eine intensivmedizinische Betreuung empfohlen, einschließlich kontrollierter Beatmung bei respiratorischem Versagen, adäquater Flüssigkeitsbalance und ggf. prophylaktischer Antibiotikagabe zur Vermeidung sekundärer Infektionen. Operative Eingriffe sind selten und werden nur in Ausnahmefällen erwogen, etwa wenn eine anhaltende Blutung oder ein nicht kontrollierbarer Hämatothorax vorliegt.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.