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Mittelgradige Cervix-Dysplasie (N87.1) – Diagnostik, Differenzialdiagnostik & Therapie‑Standard

Stärkste Quellenart: Fachartikel ohne Angabe des Studientyps
  • Fachartikel ohne Angabe des Studientyps: 3

Einordnung nach dem Studientyp der zitierten Quellen laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Sie bewertet nicht, ob einzelne Aussagen des Artikels durch diese Quellen belegt sind. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

HOS-022543

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Mittelgradige Dysplasie der Cervix uteri (CIN 2) bezeichnet eine intraepitheliale Neoplasie, bei der etwa 1/3 bis 2/3 des epithelialen Zellschichtumsatzes von dysplastischen Veränderungen betroffen ist. Epidemiologisch liegt die Prävalenz in Screeningpopulationen bei mehreren Prozent, wobei das Auftreten mit dem Alter und bekannten Risikofaktoren wie persistierender Hochrisiko‑HPV‑Infektion korreliert. Klinisch relevant ist die potenzielle Progression zu hochgradiger Dysplasie (CIN 3) oder invasivem Karzinom, jedoch kann ein signifikanter Teil der Läsionen spontan regressieren.

Klinisches Erscheinungsbild

Die mittelgradige Zervixdysplasie verläuft häufig asymptomatisch und wird im Rahmen von zytologischen Screeninguntersuchungen (Pap-Test) entdeckt. Bei positivem Befund können begleitende kolposkopische Auffälligkeiten wie acetowhite Läsionen, auffällige Gefäßmuster oder Schleimhautveränderungen beobachtet werden. Der klinische Verlauf ist heterogen: Während manche Patienten eine spontane Regression zeigen, besteht ein nicht zu vernachlässigendes Risiko für Progression, insbesondere bei Begleitfaktoren wie hohem BMI.

Diagnostik

Die Diagnose basiert auf einer Kombination aus zytologischer Befundung (ASC‑US/LSIL) und histopathologischer Bestätigung durch gezielte Biopsie. In der Anamnese werden Risikofaktoren wie HPV‑Status, Immunstatus, HIV‑Infektion sowie Körpergewicht erfasst, da ein erhöhter BMI mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für hochgradige Läsionen assoziiert ist. Kolposkopie dient zur visuellen Beurteilung und gezielten Gewebeentnahme. Der histologische Nachweis von dysplastischen Zellen in mindestens zwei Dritteln der Epithelschicht bestätigt die Diagnose CIN 2.

Differenzialdiagnosen

Wesentliche Abgrenzungen umfassen:

  • CIN 1 (geringgradige Dysplasie): Beschränkt auf das untere Drittel des Epithels, meist regressiv.
  • CIN 3 (hochgradige Dysplasie): Fast vollständiger Befall des Epithels, hohes Progressionsrisiko.
  • Entzündliche Zervixveränderungen: Können kolposkopisch ähnlich aussehen, jedoch fehlt der dysplastische Zellbefund.
  • Krebsartige Läsionen (Karzinom in situ bzw. invasiv): Erfordern tiefere Invasion und atypische Kernmerkmale.

Therapie

Die therapeutische Strategie orientiert sich an leitliniengerechten Standards, die eine Abwägung zwischen Beobachtung und interventioneller Behandlung vorsehen. Bei bestätigter CIN 2 wird häufig ein konservatives Management mit kontrollierter Nachsorge (z. B. Wiederholung des Pap-Tests und Kolposkopie nach 6–12 Monaten) empfohlen, um spontane Regression zu ermöglichen. Bei fehlender Regression oder Progression wird eine lokale Ablation (z. B. Kältekoagulation, Lasertherapie) oder Exzision mittels Konisation in Erwägung gezogen. Die Entscheidung berücksichtigt individuelle Risikofaktoren wie Immunstatus und BMI.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.