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Mönchspfeffer (Agnus castus) bei Prämenstruellem Syndrom – Diagnostik, Differenzialdiagnosen & Therapie‑Standard

Stärkste Quellenart: Übersichtsarbeit
  • Übersichtsarbeit: 3

Einordnung nach dem Studientyp der zitierten Quellen laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Sie bewertet nicht, ob einzelne Aussagen des Artikels durch diese Quellen belegt sind. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Substanz & Wirkstoffe
  3. Anwendung & Indikationen
  4. Evidenzlage
  5. Sicherheit & Wechselwirkungen
  6. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  7. Verwandte Codes

Übersicht

Mönchspfeffer (Agnus castus) ist eine Heilpflanze, deren Früchte traditionell zur Behandlung von prämenstruellen Beschwerden eingesetzt werden. In der modernen Phytotherapie wird er vor allem bei Prämenstruellem Syndrom (PMS) verwendet.

Substanz & Wirkstoffe

Die Droge besteht aus den unreifen Beeren des Agnus castus. Hauptwirkstoffe sind die sogenannten Fruchtsäuren, insbesondere das Agnus‑Castus‑Säure‑Komplex, sowie Flavonoide und ätherische Öle. Pharmakologisch wird ein hormonmodulierendes Wirkspektrum angenommen, wobei eine Beeinflussung der Hypothalamus‑Hypophysen‑Gonadenachse diskutiert wird.

Anwendung & Indikationen

In den geprüften Quellen wird Mönchspfeffer als pflanzliches Präparat zur Linderung von PMS‑symptomen angegeben. Die Dosierungsempfehlungen variieren in der Literatur, jedoch wird häufig eine tägliche Einnahme von standardisierten Extrakten über die luteale Phase des Menstruationszyklus empfohlen. Zubereitungsformen umfassen getrocknete Beeren, Tinkturen und standardisierte Tabletten.

Evidenzlage

Die vorliegenden Quellen liefern keine randomisierten kontrollierten Studien, die die Wirksamkeit von Mönchspfeffer bei PMS eindeutig belegen. Der Einsatz beruht überwiegend auf traditioneller Anwendung und Beobachtungsdaten. Daher kann nur ein niedriger Evidenzgrad (z. B. Expertenkonsens) für einen möglichen Nutzen angegeben werden; eine klare therapeutische Überlegenheit gegenüber Placebo ist nicht nachgewiesen.

Sicherheit & Wechselwirkungen

Mönchspfeffer gilt im Allgemeinen als gut verträglich, jedoch können bei höheren Dosen gastrointestinale Beschwerden auftreten. Es gibt Hinweise auf mögliche hormonelle Effekte, weshalb Vorsicht geboten ist bei Patienten mit hormonabhängigen Tumoren oder Schwangerschaft. Wechselwirkungen mit hormonell wirksamen Medikamenten (z. B. Antibabypillen) werden theoretisch diskutiert, jedoch fehlt ein klarer Nachweis in klinischen Studien.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.