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Morbus Hallopeau (L40.2) – Differenzialdiagnostik und Therapie‑Standard

Stärkste Quellenart: Sonstige Quelle
  • Sonstige Quelle: 1

Einordnung laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

Die Quellenart sagt nicht aus, ob die Aussagen dieses Artikels geprüft und belegt sind.

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Morbus Hallopeau ist eine seltene, lokalisierte Form der pustulösen Psoriasis, die durch isolierte, sterile Pusteln an den Extremitäten gekennzeichnet ist. Die Prävalenz liegt im Vergleich zu klassischer Plaque‑Psoriasis deutlich niedriger; epidemiologische Daten sind aufgrund der Seltenheit nur spärlich vorhanden. Klinisch relevant ist vor allem die potenzielle Fehlinterpretation als bakterielle Infektion, was zu unnötigen Antibiotikatherapien führen kann.

Klinisches Erscheinungsbild

Typische Leitsymptome von Morbus Hallopeau sind einzelne oder gruppierte sterile Pusteln, meist an Fingern, Zehen oder Handflächen, die häufig von erythematösen Rändern umgeben sind. Die Läsionen können nach einigen Tagen bis Wochen spontan abheilen und hinter einer hyperpigmentierten oder atrophischen Narbe zurückbleiben. Der Verlauf ist in der Regel chronisch‑rezidivierend, wobei Phasen ohne klinische Manifestation zwischen den Schüben auftreten können.

Diagnostik

Die Diagnose stützt sich primär auf die Anamnese (plötzlicher Auftritt isolierter Pusteln ohne systemische Infektionszeichen) und die klinische Untersuchung. Mikrobiologische Abstriche sind steri­les Ergebnis, was eine bakterielle Superinfektion ausschließt. Histopathologisch zeigen sich spitze Epidermalspitzen mit subkornealen Sterile-Pusteln und neutrophilen Infiltraten ohne Nachweis von Keimen. Es existieren keine spezifischen Laborparameter; die Diagnose erfolgt nach Ausschlussprinzip und anhand etablierter klinischer Kriterien.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen akute bakterielle Paronychien, Pilzinfektionen der Haut (Dermatophytose), dyshidrotisches Ekzem sowie andere pustulöse Dermatosen wie die generalisierte Pustulose. Bei bakterieller Paronychie finden sich positive Kulturen und häufig begleitende Schmerzen; das dyshidrotische Ekzem präsentiert sich mit vesikulären Läsionen ohne sterile Pusteln. Die histopathologische Differenzierung ist durch das Vorhandensein von sterilen subkornealen Pusteln bei Morbus Hallopeau gekennzeichnet.

Therapie

Die leitliniengerechte Therapie orientiert sich an der Behandlung von lokaler pustulöser Psoriasis. Topische Kortikosteroide und Vitamin‑D‑Derivate werden häufig eingesetzt, wobei die Evidenzlage für spezifische Wirkstoffe bei Morbus Hallopeau begrenzt ist. In therapieresistenten Fällen können phototherapeutische Verfahren oder systemische Therapien in Erwägung gezogen werden, stets unter Berücksichtigung des Risiko–Nutzen-Verhältnisses.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.