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Nasenscheidewandkorrektur (Septumplastik) – Diagnostik, Differenzialdiagnostik & Therapie‑Standard
Stärkste Quellenart: Beobachtungs- oder Vergleichsstudie
- Beobachtungs- oder Vergleichsstudie: 1
- Fachartikel ohne Angabe des Studientyps: 2
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In diesem Artikel
Übersicht
Die Nasenscheidewandkorrektur (Septoplastik) ist ein chirurgischer Eingriff zur Beseitigung einer deviierenden Nasenseptums, die zu funktioneller Behinderung der Nasenatmung führen kann. Epidemiologisch wird eine signifikante Prävalenz von Septumdeviation in der Allgemeinbevölkerung berichtet, wobei ein Teil der Betroffenen symptomatisch wird und eine operative Therapie benötigt. Klinisch relevant ist die Verbesserung der nasalen Atemwege, was sich positiv auf Lebensqualität, Schlafapnoe‑Syndrom und nasale Drainage auswirken kann.
Klinisches Erscheinungsbild
Patienten mit einer deviierenden Nasenscheidewand klagen typischerweise über einseitige oder beidseitige Nasenatmungsbehinderung, vermehrtes Schnarchen, wiederkehrende Rhinorrhoe sowie das Gefühl von Nasenverstopfung trotz abschwellender Maßnahmen. Objektiv finden sich häufig eine asymmetrische Nasenklappe, nasale Turbulenzen und bei endoskopischer Untersuchung ein sichtbarer Septumdefekt. Der Verlauf ist meist chronisch; akute Verschlimmerungen können durch Infektionen oder allergische Rhinitis ausgelöst werden.
Diagnostik
Die Anamnese erfasst die Dauer und Schwere der Atembehinderung, Begleitsymptome wie Schnarchen oder postnasale Drip sowie mögliche Voroperationen. Die klinische Untersuchung beinhaltet eine Inspektion der Naseninnenwand, nasale Endoskopie und Palpation des Septums. Funktionell wird die Nasenatmung mittels Rhinomanometrie beurteilt; Studien zeigen, dass sowohl aktive Fremdstrom‑ als auch Eigenstromrhinomanometrie signifikante Verbesserungen nach Septoplastik aufweisen. Zusätzlich können bodyplethysmographische Messungen zur quantitativen Bewertung der Atemwegsobstruktion eingesetzt werden, wobei ebenfalls eine Reduktion der Behinderung postoperativ beobachtet wurde.
Differenzialdiagnosen
Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen:
- Chronische rhinosinusale Entzündung (Unterscheidung durch endoskopische Befunde und Bildgebung)
- Allergische Rhinitis (typisch saisonal, nachweisbare IgE‑Sensibilisierung)
- Nasentumoren (abnorme Masse, unregelmäßige Oberfläche)
- Kontraktur der Nasenmuschel (primär muskelbedingt)
Die Unterscheidung erfolgt durch Kombination aus Anamnese, endoskopischer Untersuchung und ggf. bildgebender Verfahren.
Therapie
Leitliniengerechte Therapie besteht bei symptomatischer Septumdeviation primär in einer operativen Korrektur. Die Standardtechnik ist die submuköse Septoplastik mit konservativer Resektion und Stabilisation des Septums, häufig kombiniert mit Turbinoplastik bei begleitender Nasenmuschelhypertrophie. Ziel ist die Wiederherstellung einer symmetrischen Atemwegslinie und Reduktion der nasalen Strömungswiderstände, wie durch postoperative Rhinomanometrie belegt. Postoperatives Management umfasst Schmerztherapie, Abschwellung und ggf. antibiotische Prophylaxe nach institutionellen Standards.
Besondere Populationen
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Sonderfälle & aktuelle Studienlage
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Verwandte Codes
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