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Omphalozele – Diagnostik, Differenzialdiagnosen und Therapie‑Standard

Stärkste Quellenart: Übersichtsarbeit
  • Übersichtsarbeit: 1
  • Fachartikel ohne Angabe des Studientyps: 2

Einordnung nach dem Studientyp der zitierten Quellen laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Sie bewertet nicht, ob einzelne Aussagen des Artikels durch diese Quellen belegt sind. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

HOS-053328

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Omphalozele ist ein angeborener Defekt der vorderen Bauchwand, bei dem abdominale Organe durch eine zentrale Nabelhernie in einem peritreialen Sac hervortreten. Die Prävalenz liegt im europäischen Kontext bei etwa 1–3 pro 10 000 Lebendgeburten und ist damit seltener als die Gastroschisis. Klinisch relevant ist das Risiko für Begleiterkrankungen, insbesondere kardiale Fehlbildungen und Chromosomenanomalien, sowie die Notwendigkeit einer frühzeitigen operativen Versorgung.

Klinisches Erscheinungsbild

Neugeborene mit Omphalozele zeigen typischerweise einen zentralen Nabeldefekt, der von einem membranösen Sack umgeben ist. In diesem Sac können Darm, Leber oder andere intraabdominelle Strukturen liegen. Der Defekt bleibt nach der Geburt meist unverändert und vergrößert sich nicht, im Gegensatz zur Gastroschisis, bei der ein offener Defekt vorliegt. Begleitende Anomalien, insbesondere kardiale Fehlbildungen, treten häufig auf und beeinflussen den klinischen Verlauf maßgeblich.

Diagnostik

Die Diagnose wird primär durch die klinische Untersuchung gestellt: Sichtbare Herniation im Nabelbereich mit membranösem Überzug. Ultraschalluntersuchungen des Abdomen bestätigen die Inhalte des Sac und beurteilen die Durchblutung der Organe. Weiterhin ist ein Screening auf kardiale Fehlbildungen mittels Echokardiographie empfohlen, da diese Begleiterkrankung häufig vorkommt. Chromosomenanalysen (Karyotypisierung) werden durchgeführt, um Assoziationen mit Trisomie 13, 18 oder anderen Syndromen zu klären.

Differenzialdiagnosen

Wesentliche Differenzialdiagnosen umfassen die Gastroschisis, bei der ein offener Defekt ohne membranösen Sac vorliegt und typischerweise rechtsseitig vom Nabel abgegrenzt ist. Weitere Abgrenzungen betreffen primäre Nabelhernien ohne intraabdominelle Inhalte sowie seltene ventrale Wanddefekte wie das Prune‑Belly‑Syndrom, bei dem ebenfalls abdominale Strukturen betroffen sein können, jedoch mit charakteristischen muskulären Fehlbildungen einhergehen.

Therapie

Die Behandlung erfolgt leitliniengerecht in mehreren Stufen. Zunächst wird eine konservative Versorgung des Sac durch sterile Abdeckung und Infektionsprophylaxe durchgeführt. Bei kleinen Defekten kann eine primäre chirurgische Schließung innerhalb der ersten Lebenstage erfolgen. Größere Defekte erfordern häufig ein gestuftes Vorgehen mit Silikonmembran‑ oder Tissue‑Expander‑Techniken, um die Bauchwand zu vergrößern, bevor ein definitiver Verschluss möglich ist. Begleitende kardiale Fehlbildungen werden parallel nach den jeweiligen kardiologischen Standards behandelt.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.