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Paroxysmale Hemikranie (ICD‑10 G44.03) – Diagnostik, Differenzialdiagnosen & Therapie‑Standard
Stärkste Quellenart: Übersichtsarbeit
- Übersichtsarbeit: 2
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In diesem Artikel
Übersicht
Paroxysmale Hemikranie (PH) ist ein primärer Kopfschmerztyp, der durch kurze, hochintensive, einseitige Schmerzattacken gekennzeichnet ist und häufig mit autonomer Begleiterscheinung auftritt. Die Prävalenz liegt deutlich unter der von Clusterkopfschmerzen; epidemiologische Daten aus europäischen Studien zeigen eine seltene Inzidenz. Klinisch relevant ist die enge Ähnlichkeit zu anderen Trigeminusautonomen Kopfschmerzformen, was eine präzise Diagnostik erforderlich macht.
Klinisches Erscheinungsbild
Die Attacken dauern typischerweise 2 – 30 Minuten und wiederholen sich mehrmals täglich über mehrere Wochen bis Monate. Der Schmerz ist stark, einseitig und befindet sich meist im orbitalen oder frontalen Bereich. Begleitend treten häufig konjunktivale Rötung, Lacrimation, Nasensekretion oder Rhinorrhoe auf, die jedoch weniger ausgeprägt sind als beim Clusterkopfschmerz. Die Häufigkeit der Attacken kann bis zu mehrere Dutzend pro Tag betragen; Remissionen von mehreren Wochen bis Monaten schließen den Krankheitsverlauf ab.
Diagnostik
Die Diagnose beruht primär auf einer detaillierten Anamnese, die das typische zeitliche Muster (kurze Dauer, hohe Frequenz) und die autonomen Begleiterscheinungen erfasst. Klinisch‑neurologische Untersuchungsergebnisse sind meist unauffällig zwischen den Attacken. Bildgebende Verfahren (MRT oder CT) dienen zum Ausschluss sekundärer Ursachen; spezifische Laborparameter werden nicht zur Diagnosestellung herangezogen. Die Diagnosekriterien orientieren sich an der Kombination aus Schmerzcharakteristik, Dauer, Frequenz und Ansprechen auf indometacin.
Differenzialdiagnosen
Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen den Clusterkopfschmerz (längere Attacken, häufigere nächtliche Auftreten), SUNCT/SUNA (sehr kurze Attacken mit ausgeprägter autonomer Symptomatik) und andere Trigeminusautonome Kopfschmerzen. Migräne mit Aura kann durch die Dauer und das Fehlen von visuellen Aura‑Symptomen unterschieden werden. Sekundäre Ursachen wie Tumoren, vaskuläre Malformationen oder infektiöse Prozesse müssen mittels Bildgebung ausgeschlossen werden.
Therapie
Die leitliniengerechte Standardtherapie besteht aus einer indometacinbasierten Behandlung, die bei PH typischerweise zu einem schnellen und vollständigen Ansprechen führt. Bei Unverträglichkeit oder Kontraindikationen können alternative prophylaktische Optionen erwogen werden; jedoch fehlt in den geprüften Quellen ein klar definierter Ersatzstoff mit nachgewiesener Wirksamkeit. Die Therapie richtet sich nach dem individuellen Nebenwirkungsprofil und der Verträglichkeit des Patienten.
Besondere Populationen
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Sonderfälle & aktuelle Studienlage
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Verwandte Codes
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
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