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Perioral‑Dermatitis (ICD‑10 L71.0) – Differenzialdiagnostik & Therapie‑Standard

Stärkste Quellenart: Systematische Übersicht oder Metaanalyse
  • Systematische Übersicht oder Metaanalyse: 2
  • Übersichtsarbeit: 3

Einordnung nach dem Studientyp der zitierten Quellen laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Sie bewertet nicht, ob einzelne Aussagen des Artikels durch diese Quellen belegt sind. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

HOS-053021

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Periorale Dermatitis ist ein chronisch‑rezidivierendes, entzündliches Hautleiden, das primär die perioralen und manchmal auch perinasalen Hautareale betrifft. Die Prävalenz liegt bei erwachsenen Frauen höher als bei Männern; genaue Zahlen variieren je nach Studie. Klinisch relevant ist die Erkrankung wegen ihrer häufigen Fehlinterpretation als Akne oder Rosazea sowie wegen der potenziellen Nebenwirkungen von Fehldiagnosen und inadäquater Therapie, insbesondere dem langfristigen Einsatz topischer Kortikosteroide.

Klinisches Erscheinungsbild

Typische Leitsymptome sind erythema‑verlaufene Papeln, Pusteln und gelegentlich kleine Vesikel, die symmetrisch um den Mund herum auftreten. Die Läsionen können sich auf die Nasolabialfalte, das Kinn und selten auf die Augenlider ausdehnen. Der Befund ist meist nicht mit ausgeprägter Komedogenese verbunden; ein Mitesser‑Bild ist selten. Der Verlauf ist häufig chronisch‑rezidivierend, wobei Phasen der Remission von akuten Schüben unterbrochen werden.

Diagnostik

Die Diagnose beruht primär auf Anamnese und klinischer Untersuchung. Wesentliche anamnestische Punkte sind die Anwendung topischer Steroide im Gesichtsbereich, kosmetische Produkte, fluoridhaltige Zahnpasta sowie mögliche hormonelle Einflüsse. Laboruntersuchungen (z. B. Blutbild, Entzündungsparameter) zeigen in der Regel keine Auffälligkeiten und dienen vor allem dem Ausschluss anderer Erkrankungen. Es existieren keine spezifischen bildgebenden Verfahren; die Diagnosekriterien basieren auf dem typischen klinischen Bild und dem Fehlen von Merkmalen anderer periorifizieller Dermatosen.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen Akne vulgaris (Komödogenität, mehr ausgeprägte Mitesser), Rosazea (telangiektasische Veränderungen, papulopustulöse Läsionen im zentralen Gesicht), seborrhoische Dermatitis (schuppende Plaques, häufig mit Hefepilzbefall) und Kontaktdermatitis (klare Auslösung durch Allergene oder Irritantien). Die Unterscheidung erfolgt anhand der Lokalisation, des Vorhandenseins von Komedonen sowie der Anamnese zu topischen Präparaten.

Therapie

Die leitliniengerechte Standardtherapie besteht aus einer konsequenten Vermeidung von topischen Kortikosteroiden und irritierenden Kosmetika, gefolgt von einer medikamentösen Behandlung mit topischen Antibiotika (z. B. Metronidazol oder Erythromycin) über mehrere Wochen. Bei unzureichendem Ansprechen kann eine systemische Therapie in Erwägung gezogen werden; jedoch wird dies nur bei schweren Verläufen empfohlen. Die Therapie richtet sich nach dem Prinzip, die Entzündungsreaktion zu dämpfen und die Hautbarriere wiederherzustellen.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.