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Peritonsillarabszess – Diagnostik, Differenzialdiagnosen und Therapie‑Standard

Stärkste Quellenart: Fallbericht oder Meinungsbeitrag
  • Fallbericht oder Meinungsbeitrag: 1
  • Fachartikel ohne Angabe des Studientyps: 2

Einordnung nach dem Studientyp der zitierten Quellen laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Sie bewertet nicht, ob einzelne Aussagen des Artikels durch diese Quellen belegt sind. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

HOS-021380

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Der Peritonsillarabszess (PTA) ist die häufigste tiefgreifende Komplikation einer akuten Tonsillitis und stellt eine potenziell lebensbedrohliche Situation dar, wenn er nicht zeitnah erkannt und behandelt wird. Er tritt vorwiegend im jungen Erwachsenenalter auf, kann jedoch in allen Altersgruppen vorkommen. Klinisch relevant ist insbesondere das Risiko einer Luftwegsobstruktion sowie die Möglichkeit einer Ausbreitung des Infekts in benachbarte Halsräume.

Klinisches Erscheinungsbild

Typische Leitsymptome eines PTA sind ein plötzlich auftretender, seitlich lokalisierter Halsschmerz, der sich häufig bis zum Ohr ausstrahlt, eine deutliche Dysphagie und ein „Hot‑Potato“-Stimmklang. Bei körperlicher Untersuchung finden sich eine asymmetrische Tonsille mit einer nach vorne gerichteten, schwellenden Peritonsillarmasse, die bei Palpation zu einem harten, aber teilweise flüssigkeitsgefüllten Eindruck führt. Häufig ist ein überlagernder Schleimhautabszess erkennbar, der zu einer Verschiebung der Uvula zur gesunden Seite führt. Der Verlauf beginnt meist akut und kann innerhalb weniger Stunden bis Tage zu einer erheblichen Einschränkung des Schluckens und potenziell zu Atemnot führen.

Diagnostik

Die Diagnose beruht primär auf Anamnese und klinischer Untersuchung. Charakteristisch ist die seitlich asymmetrische Tonsillenschwellung mit Verlagerung der Uvula sowie das Vorhandensein einer tastbaren, teilweise flüssigkeitsgefüllten Raumforderung. Laborparameter zeigen häufig eine Leukozytose und erhöhte Entzündungsmarker, jedoch sind sie nicht spezifisch. Bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder CT können bei Unsicherheit oder Verdacht auf tieferliegende Komplikationen hinzugezogen werden, um die Ausdehnung des Abszesses zu beurteilen. Die Diagnosekriterien umfassen das Vorhandensein einer peritonsillären Raumforderung mit klinischen Zeichen einer akuten Entzündung.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Diagnosen sind:

  • Akute Tonsillitis ohne Abszessbildung, die typischerweise keine seitliche Asymmetrie oder Uvula‑Verlagerung zeigt.
  • Quinsy (Peritonsillarabszess) vs. Parapharyngealer Abszess, wobei letzterer tiefer liegt und häufig mit stärkerer Dysphagie sowie Nackensteifigkeit einhergeht.
  • Retropharyngealer Abszess, der sich durch retro‑pharyngeale Schmerzen, Trismus und mögliche Atemwegsobstruktion auszeichnet.
  • Lymphadenitis im Bereich des Jugulums, die jedoch keine Tonsillarschwellung verursacht.

Therapie

Die leitliniengerechte Standardtherapie eines PTA besteht aus einer Kombination von sofortiger Drainage und antibiotischer Behandlung. Die Nadelaspiration hat sich als effektive Erstlinientherapie erwiesen, da sie schnell eine symptomatische Entlastung ermöglicht und gleichzeitig Material für mikrobiologische Diagnostik liefert. In Fällen mit unzureichender Besserung oder großem Abszessvolumen wird häufig eine chirurgische Tonsillotomie (kraniale Tonsillektomie) durchgeführt, die nicht nur den Abszess entleert, sondern auch Schmerzen signifikant reduziert. Die antibiotische Therapie richtet sich nach den üblichen Erregern der oropharyngealen Infektion und wird nach mikrobiologischer Befundung angepasst.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.