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Pertrochantäre Femurfraktur (S72.1): Diagnostik, Differenzialdiagnosen & Therapie‑Standard
Stärkste Quellenart: Klinische Studie
- Klinische Studie: 1
- Fallbericht oder Meinungsbeitrag: 1
- Fachartikel ohne Angabe des Studientyps: 1
Einordnung nach dem Studientyp der zitierten Quellen laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Sie bewertet nicht, ob einzelne Aussagen des Artikels durch diese Quellen belegt sind. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.
In diesem Artikel
Übersicht
Pertrochantäre Femurfrakturen betreffen den proximalen Femurknochen unmittelbar distal des Trochanters major. Sie gehören zu den häufigsten osteoporotischen Frakturen im höheren Lebensalter und stellen einen bedeutenden Anteil der Hüftfraktur‑Epidemiologie dar. Klinisch sind sie mit hoher Morbidität und Mortalität assoziiert, insbesondere bei älteren Patienten mit Begleiterkrankungen.
Klinisches Erscheinungsbild
Patienten präsentieren sich typischerweise nach einem Sturz aus geringer Höhe mit akuter Hüftschmerz, Unfähigkeit zu belasten und einer verkürzten sowie gedrehten betroffenen Extremität. Der klinische Befund zeigt häufig eine deutliche Schonhaltung, lokale Druckempfindlichkeit über dem Trochanter major und eingeschränkte passive Beweglichkeit des Hüftgelenks. Bei instabilen Frakturen kann ein sichtbarer Fehlstellungsmangel auftreten.
Diagnostik
Die Anamnese fokussiert auf Sturzmechanismus, Vorerkrankungen (z. B. Osteoporose) und medikamentöse Therapie. Die körperliche Untersuchung bestätigt die typische Schmerzlokalisation und Belastungsunfähigkeit. Bildgebend ist eine anteroposteriore Röntgenaufnahme des Beckens in zwei Ebenen (AP‑Becken, lateral) Standard, um Frakturtyp, Dislokation und Stabilität zu beurteilen. Bei unklarer Frakturlinie oder Verdacht auf begleitende intraartikuläre Läsionen kann eine CT ergänzend eingesetzt werden.
Differenzialdiagnosen
Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen intertrochantäre Femurfrakturen, subtrochantäre Frakturen sowie proximal‑femorale Luxationen. Intertrochantäre Brüche zeigen meist eine andere Frakturlinie und geringere Instabilität, während subtrochantäre Läsionen häufig ohne klare Frakturzeichen im Röntgen erscheinen und primär konservativ behandelt werden. Eine Hüftluxation ist durch fehlende knöcherne Kontinuität und veränderte Gelenkgeometrie zu unterscheiden.
Therapie
Die leitliniengerechte Therapie einer pertrochantären Femurfraktur richtet sich nach Stabilität der Fraktur. Bei stabilen Mustern wird häufig die dynamische Hüftschraube (DHS) eingesetzt, während bei instabilen oder mehrfragmentierten Frakturen eine intramedulläre Nagelosteosynthese bevorzugt wird. Das operative Vorgehen sollte zeitnah erfolgen, um Komplikationen wie Druckulzera und pulmonale Thrombosen zu minimieren. Postoperativ erfolgt ein frühzeitiges Mobilisationsprotokoll mit Teilbelastung unter physiotherapeutischer Begleitung.
Besondere Populationen
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Sonderfälle & aktuelle Studienlage
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Verwandte Codes
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