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Phthisis bulbi (H44.5): Diagnostik, Differenzialdiagnosen und Therapie‑Standard

Stärkste Quellenart: Systematische Übersicht oder Metaanalyse
  • Systematische Übersicht oder Metaanalyse: 1
  • Übersichtsarbeit: 2

Einordnung laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

Die Quellenart sagt nicht aus, ob die Aussagen dieses Artikels geprüft und belegt sind.

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Phthisis bulbi bezeichnet das irreversible Schrumpfen und die Funktionslosigkeit des Augapfels nach schweren Verletzungen, chronischen Entzündungen oder unkontrollierbaren intraokularen Erkrankungen. Die Prävalenz ist niedrig und tritt vorwiegend im Kontext von schwerem okularem Trauma oder endophthalmitischer Infektion auf. Klinisch ist die Phthisis bulbi von einer deutlichen Reduktion der Axiallänge, einem verkleinerten Globus und dem Verlust aller visuellen Funktionen gekennzeichnet; sie stellt ein finales Stadium mit hoher belastender Bedeutung für den Patienten dar.

Klinisches Erscheinungsbild

Typische Leitsymptome sind eine sichtbare Verkleinerung des Augapfels, schmerzlose Proptose oder Hypotropie sowie das Fehlen von Lichtwahrnehmung. Die Bindehaut kann thinned und vernarbt sein, die Pupille ist häufig nicht mehr erkennbar. In der Regel folgt das klinische Bild einem chronischen Verlauf nach einer initialen schweren Schädigung, wobei sich die Phthisis über Wochen bis Monate entwickelt.

Diagnostik

Die Anamnese fokussiert auf vorherige okulare Traumata, infektiöse Endophthalmitis oder langjährige unbehandelte Entzündungen. Klinisch wird der verkleinerte Globus mit reduzierter Axiallänge (oft < 20 mm) beurteilt; eine Ultraschallbiomikroskopie bestätigt die Atrophie des Glaskörpers und das Fehlen von retinalen Strukturen. Bildgebende Verfahren wie CT oder MRT können zur Abgrenzung von Orbitaltumoren dienen. Laboruntersuchungen sind im Regelfall nicht erforderlich, es sei denn, ein entzündlicher Prozess wird vermutet.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen:

  • Orbitaler Tumor (z. B. Retinoblastom, Plasmozytom) – häufig mit massiver Raumforderung und anderen bildgebenden Merkmalen.
  • Chronische Orbitis – entzündliche Zeichen, Schmerzen und mögliche systemische Befunde.
  • Makuläre Degeneration oder andere nicht‑atrophische Ursachen für Sehverlust – erhalten die Globusgröße.

Die Unterscheidung basiert primär auf der klinischen Morphologie des Augapfels und bildgebenden Befunden.

Therapie

Eine kurative Therapie ist bei etablierter Phthisis bulbi nicht möglich; das Ziel liegt in symptomatischer Linderung und kosmetischer Rehabilitation. Leitliniengerechte Maßnahmen umfassen:

  • Schmerzmanagement bei entzündlichen oder neuropathischen Beschwerden, üblicherweise mit nicht‑opioiden Analgetika.
  • Korrektur der Kosmetik, etwa durch Okklusion des Augapfels (z. B. kosmetische Prothesen) oder chirurgische Volumenaugmentation des Orbitalraums.

Ein invasiver Eingriff wie die Enukleation wird nur bei schmerzhaften, entzündlichen Komplikationen oder ästhetisch unakzeptablen Zuständen erwogen. Die Evidenzlage zu spezifischen medikamentösen Therapien ist begrenzt; es liegen keine belastbaren Studien zu pharmakologischen Interventionen in den geprüften Quellen vor.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.

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