Zum Inhalt

HealthOSArtikel A–Z

Arbeitsbereiche

Nachschlagen

Wissensartikel · DE

Polymyalgia rheumatica & Riesenzellarteriitis: Diagnostik, Differenzialdiagnostik & Therapie‑Standard

Stärkste Quellenart: Übersichtsarbeit
  • Übersichtsarbeit: 5
  • Fachartikel ohne Angabe des Studientyps: 1

Einordnung nach dem Studientyp der zitierten Quellen laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Sie bewertet nicht, ob einzelne Aussagen des Artikels durch diese Quellen belegt sind. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

HOS-052985HOS-055881HOS-037023

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Polymyalgia rheumatica (PMR) und Riesenzellarteriitis (GCA) gelten als klinisch verwandte Manifestationen einer gemeinsamen pathogenetischen Erkrankung im höheren Lebensalter. Beide treten überwiegend bei Personen über 50 Jahre auf und besitzen eine signifikante Morbidität, insbesondere durch das Risiko von Sehverlust bei GCA. Die enge Assoziation beider Krankheitsbilder rechtfertigt ein gemeinsames diagnostisches und therapeutisches Vorgehen.

Klinisches Erscheinungsbild

PMR präsentiert sich klassischerweise mit subakuten Schmerzen und Morgensteifigkeit in Schulter- und Beckengürteln, häufig begleitet von unspezifischen systemischen Beschwerden wie Müdigkeit und Gewichtsverlust. GCA manifestiert sich primär durch Kopfschmerzen, Kieferclaudicatio, visuelle Symptome bis hin zur akuten Blindheit sowie systemische Entzündungszeichen. Beide Erkrankungen zeigen typischerweise einen raschen Ansprechen auf Glukokortikoide.

Diagnostik

Die Anamnese fokussiert das Auftreten von proximalen Muskelschmerzen bei PMR und die klassischen cranialen Symptome bei GCA. Klinisch‑physikalische Untersuchung bestätigt häufig eine eingeschränkte Beweglichkeit der Schultergelenke ohne entzündliche Synovitis. Laborchemisch zeigen beide Krankheitsbilder erhöhte Entzündungsparameter (CRP, BSG). Bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder Magnetresonanztomographie können arterielle Entzündungen bei GCA nachweisen; für PMR sind sonographische Veränderungen der Schultersehnen hilfreich. Die Diagnose basiert auf einer Kombination aus klinischem Bild, Laborbefunden und, wenn nötig, bildgebender Bestätigung.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen rheumatoide Arthritis mit proximalkonstriktiver Beteiligung, systemischer Lupus erythematodes, infektiöse Ursachen (z. B. Endokarditis) und Malignome, die paraneoplastische Symptome hervorrufen können. Bei GCA müssen andere vaskuläre Entzündungen wie Takayasu-Arteriitis sowie thromboembolische Ereignisse differenziert werden.

Therapie

Die initiale Behandlung beider Erkrankungen erfolgt leitliniengerecht mit einer medikamentösen Standardtherapie, die auf systemischen Glukokortikoiden basiert. Der Therapieverlauf wird durch regelmäßige klinische Kontrolle und Laborparameter gesteuert, um das Ansprechen zu überwachen und Nebenwirkungen zu minimieren. Bei unzureichendem Ansprechen oder Unverträglichkeit von Kortikosteroiden können ergänzende immunmodulierende Maßnahmen erwogen werden.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.