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Primäre beidseitige Rhizarthrose (M18.0): Diagnostik, Differenzialdiagnosen & Therapie‑Standard

Stärkste Quellenart: Beobachtungs- oder Vergleichsstudie
  • Beobachtungs- oder Vergleichsstudie: 1
  • Fachartikel ohne Angabe des Studientyps: 1
  • Sonstige Quelle: 1

Einordnung nach dem Studientyp der zitierten Quellen laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Sie bewertet nicht, ob einzelne Aussagen des Artikels durch diese Quellen belegt sind. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Primäre Rhizarthrose bezeichnet eine degenerative Arthropathie des ersten Handgelenks (Daumensattelgelenk) ohne klares traumatisches oder sekundäres Vorliegen. Sie ist die häufigste Form der Handarthrose und betrifft vorwiegend ältere Personen, wobei ein beidseitiges Auftreten in etwa einem Drittel der Fälle berichtet wird. Die klinische Relevanz liegt in Schmerzen, Funktionsverlust und eingeschränkter Alltagsfähigkeit, insbesondere bei Greif‑ und Pinzettengriffen.

Klinisches Erscheinungsbild

Typisch sind zunehmende dorsale oder radiale Schmerzen im Daumenwurzelbereich, die sich bei Belastung (z. B. beim Aufheben von Gegenständen) verstärken und in Ruhephasen abklingen können. Begleitend kann eine Schwellung des Gelenks sowie ein knirschendes Geräusch (Crepitus) bei Bewegung auftreten. Im fortgeschrittenen Stadium zeigen sich Einschränkungen der Daumenabduktion und -opposition, was die Feinmotorik beeinträchtigt. Der Verlauf ist meist chronisch‑progressiv mit Phasen relativer Symptomstabilität.

Diagnostik

Die Anamnese fokussiert auf schmerzhaftes Daumengelenk, Belastungsabhängigkeit und Dauer der Beschwerden. Klinisch wird das Daumenwurzelgelenk palpabel untersucht; typische Befunde sind Druckschmerz über dem Trapezium‑Trapezoid‑Komplex sowie eingeschränkte Beweglichkeit in Extension und Abduktion. Bildgebend ist die konventionelle Röntgenaufnahme (anteroposterior, seitlich und Robert‑Ansicht) das primäre Verfahren; charakteristisch sind Gelenkspaltverschmälerung, Osteophytenbildung und subchondrale Sklerose. Bei Unklarheiten oder zur präoperativen Planung können Computertomographie oder Magnetresonanztomographie ergänzend eingesetzt werden. Es existieren keine spezifischen Laborparameter; Entzündungsmarker bleiben in der Regel unauffällig.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen:

  • Posttraumatische Arthrose nach Daumenwurzelfraktur oder -luxation, gekennzeichnet durch klare Vorgeschichte eines Traumas.
  • Rheumatoide Arthritis, die typischerweise symmetrisch und mit systemischen Entzündungszeichen einhergeht.
  • Gicht bzw. Pseudogicht, bei denen akute schmerzhafte Schübe und Nachweis von Kristallen im Gelenkflüssigkeitstest vorliegen.
  • Tendinitis des M. extensor pollicis longus oder des M. abductor pollicis brevis, die primär Sehnenbeschwerden ohne knöcherne Degeneration zeigen.

Therapie

Die initiale Behandlung orientiert sich an leitliniengerechten nicht‑operativen Maßnahmen. Dazu zählen:

  • Schmerzreduktion durch nicht‑steroidale Antirheumatika oder topische Analgetika nach ärztlicher Indikationsstellung.
  • Physiotherapeutische Interventionen, insbesondere gelenkschonende Mobilisation, Krafttraining der Handmuskulatur und ergonomische Beratung.
  • Orthopädische Hilfsmittel wie Daumenorthesen zur Entlastung des Gelenks bei Belastung.

Bei anhaltenden Beschwerden trotz konservativer Therapie kann ein intraartikulärer Kortikosteroid‑Infiltrat erwogen werden. Operativ wird in fortgeschrittenen Fällen eine Trapezektomie oder Arthrodese des ersten Handgelenks angeboten, wobei die Indikationsstellung individuell erfolgt.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.