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Pulmonary Cryptococcosis (ICD‑10 B45.0): Diagnostik, Differenzialdiagnosen & Therapie‑Standard
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In diesem Artikel
Übersicht
Pulmonale Kryptokokkose ist eine seltene Pilzinfektion der Lunge, die durch Cryptococcus neoformans bzw. C. gattii verursacht wird. Sie tritt vorwiegend bei immunsupprimierten Patienten auf, kann aber auch immunkompetente Personen betreffen. Die Erkrankung hat in den letzten Jahrzehnten an Bedeutung gewonnen, weil die Zahl von Patienten mit HIV‑Infektion, Organtransplantationen und anderen Formen der Immundefizienz stetig steigt. Klinisch reicht das Spektrum von asymptomatischen Befunden bis zu schweren pulmonalen Manifestationen, die eine differenzialdiagnostische Abgrenzung zu bakteriellen Pneumonien oder malignen Läsionen erfordern.
Klinisches Erscheinungsbild
Das klinische Bild ist heterogen. Häufige Leitsymptome sind anhaltender Husten, Dyspnoe und unspezifisches Fieber. Radiologisch zeigen sich meist ein- bis mehrfache noduläre oder alveoläre Infiltrate, gelegentlich auch cavitäre Läsionen. Bei immunsupprimierten Patienten kann die pulmonale Kryptokokkose schnell fortschreiten und zu respiratorischer Insuffizienz führen. Immunkompetente Patienten präsentieren sich häufig mit milderen Beschwerden oder rein radiologischen Befunden ohne klinische Symptome.
Diagnostik
Die Diagnose basiert auf einer Kombination aus Anamnese, bildgebenden Verfahren und mikrobiologischen Nachweisen. Risikofaktoren wie HIV‑Infektion, Organtransplantation oder langfristige Kortikosteroidtherapie sollten erfragt werden. Computertomographie liefert häufig charakteristische noduläre oder cavitäre Läsionen, ist jedoch nicht pathognomonisch. Der entscheidende Nachweis erfolgt durch Kultur oder Molekulartests (z. B. PCR) aus Sputum, Bronchoalveolärer Lavage (BAL) oder Gewebeproben. Histopathologisch zeigen sich runde bis ovale Hefezellen mit einer dicken Kapsel, die mit speziellen Färbungen (Mokka‑Stain, India‑Ink) sichtbar werden. Serologische Antikörpertests können unterstützend sein, sind jedoch allein nicht diagnostisch ausreichend.
Differenzialdiagnosen
Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen bakterielle Pneumonien, Tuberkulose, pulmonale Mykosen (z. B. Histoplasmose, Aspergillose) sowie maligne Tumoren (Bronchialkarzinom, Metastasen). Radiologisch können sich die Befunde überschneiden; daher ist der mikrobiologische Nachweis von Cryptococcus entscheidend. Tuberkulose zeichnet sich durch typische Mantelvergrößerungen und positive Säurefestschnelltests aus, während bei Kryptokokkose meist keine tuberkulösen Granulome vorliegen. Maligne Läsionen zeigen häufig unregelmäßige Ränder und können durch Biopsie eindeutig diagnostiziert werden.
Therapie
Die leitliniengerechte Therapie besteht aus einer initialen Phase mit einem Fungizid, das eine fungizide Wirkung in den Lungengeweben erzielt, gefolgt von einer Konsolidierungsphase zur Verhinderung eines Rezidivs. Bei schwerer pulmonaler Kryptokokkose wird ein intravenöser Wirkstoff empfohlen, während bei milderen Verläufen orale Präparate ausreichend sein können. Die Therapiedauer richtet sich nach dem klinischen Ansprechen und radiologischer Besserung; in der Regel wird eine mehrmonatige Behandlung angestrebt, um Rückfälle zu vermeiden.
Besondere Populationen
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Sonderfälle & aktuelle Studienlage
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Verwandte Codes
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