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Pylorusstenose im Erwachsenen – Differenzialdiagnostik & Therapie-Standard (K31.12)
Stärkste Quellenart: Fallbericht oder Meinungsbeitrag
- Fallbericht oder Meinungsbeitrag: 2
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In diesem Artikel
Übersicht
Die erworbene Pylorusstenose beim Erwachsenen ist ein seltenes Krankheitsbild, das durch extrinsische Kompression oder infiltrative Prozesse des Pylus entsteht. Epidemiologisch wird sie vorwiegend in Einzelfällen berichtet; die Prävalenz liegt deutlich unter 1 % aller gastrointestinalen Stenosen. Klinisch relevant ist die Gefahr einer chronischen Erbrechenstherapie, die zu schweren Elektrolytstörungen und metabolischer Azidose führen kann.
Klinisches Erscheinungsbild
Typische Leitsymptome sind wiederholtes, nicht projektiles Erbrechen nach Nahrungsaufnahme, das zunächst milde und später zunehmend schwerer wird. Patienten berichten häufig von frühzeitigem Sättigungsgefühl, epigastrischen Schmerzen und Gewichtsverlust. Der Krankheitsverlauf ist meist schleichend; bei fortschreitender Obstruktion kann ein persistierendes Erbrechen zu einer hypokaliämischen, hyperchloridämischen metabolischen Azidose mit normaler Anionenlücke führen.
Diagnostik
Die Anamnese fokussiert auf die Dauer und Charakteristik des Erbrechens sowie mögliche auslösende Faktoren wie Tumoren oder entzündliche Prozesse im Pylusbereich. Klinisch zeigt sich ein distales epigastrisches Druckschmerzsyndrom, häufig verbunden mit einem sichtbaren Peristaltikzeichen („peristaltic wave“). Bildgebend werden Ultraschall und insbesondere eine hochauflösende Computertomographie des Oberbauchs eingesetzt, um extrinsische Kompression oder infiltrative Läsionen zu identifizieren. Endoskopisch lässt sich ein funktionell geschlossener Pylorus mit fehlender Durchgängigkeit demonstrieren; Biopsien dienen der Histologie zur Abklärung von malignen Infiltrationen.
Differenzialdiagnosen
Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen:
- Primäre hypertrophe Pylorusstenose (infantile Form, selten im Erwachsenenalter)
- Gastrische Ulzera mit pylorischer Obstruktion
- Maligne Tumoren des Antrums oder Pankreas, die den Pylus komprimieren
- Funktionelle Dyspepsie mit sekundärem Erbrechen
- Chronische Pankreatitis mit sekundärer Duodenalobstruktion
Die Unterscheidung erfolgt über Bildgebung (lokale Raumforderung vs. reine Muskulaturverdickung) und histopathologische Befunde.
Therapie
Die leitliniengerechte Therapie richtet sich nach dem zugrunde liegenden Mechanismus der Kompression oder Infiltration. Bei malignen Läsionen ist eine onkologische Behandlung einschließlich chirurgischer Resektion, ggf. kombiniert mit neoadjuvanter bzw. adjuvanter Therapie, angezeigt. Nicht‑maligne Ursachen werden primär operativ behandelt; ein pyloroplastisches Verfahren (z. B. Heineke‑Mikulicz-Pyloroplastik) wird häufig bevorzugt, um die luminale Passage wiederherzustellen. In Fällen mit signifikanter metabolischer Azidose ist eine sofortige Korrektur der Elektrolytstörung und Säure‑Base-Balance erforderlich, bevor definitive chirurgische Maßnahmen erfolgen.
Besondere Populationen
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Sonderfälle & aktuelle Studienlage
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Verwandte Codes
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
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