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Reizdarmsyndrom, diarrhoe‑dominant (RDS‑D) – Diagnostik, Differenzialdiagnosen & Therapie‑Standard

Stärkste Quellenart: Übersichtsarbeit
  • Übersichtsarbeit: 2
  • Fachartikel ohne Angabe des Studientyps: 2

Einordnung nach dem Studientyp der zitierten Quellen laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Sie bewertet nicht, ob einzelne Aussagen des Artikels durch diese Quellen belegt sind. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Das Reizdarmsyndrom mit vorherrschender Diarrhö (RDS‑D) ist eine funktionelle gastrointestinale Störung, die durch wiederkehrende Bauchschmerzen und Durchfall gekennzeichnet ist, ohne dass organische Pathologien nachweisbar sind. Epidemiologische Daten aus europäischen Studien zeigen, dass RDS‑D etwa ein Drittel aller IBS-Fälle ausmacht und sowohl in der Allgemeinbevölkerung als auch in gastroenterologischen Praxen häufig vorkommt. Die Erkrankung verursacht erhebliche Beeinträchtigungen der Lebensqualität und stellt eine bedeutende Belastung für das Gesundheitssystem dar, da sie zu wiederholten Arztbesuchen, diagnostischen Abklärungen und langfristiger symptomatischer Therapie führt.

Klinisches Erscheinungsbild

Patient*innen mit RDS‑D berichten typischerweise über wiederkehrende abdominale Schmerzen oder Druckempfindlichkeit, die mindestens an drei Tagen pro Monat auftreten und im Zusammenhang mit Stuhlentleerung stehen. Die Schmerzen bessern sich häufig nach dem Defäkieren. Der Durchfall ist locker bis wässrig, kann plötzlich einsetzen und wird von Dringlichkeitsgefühl begleitet. Symptome können durch Nahrungsaufnahme, Stress oder hormonelle Schwankungen ausgelöst werden. Der Krankheitsverlauf ist meist chronisch‑rezidivierend mit Phasen relativer Symptomfreiheit.

Diagnostik

Die Diagnose beruht primär auf einer sorgfältigen Anamnese, die die charakteristischen Schmerz- und Stuhlkriterien erfasst sowie Ausschlussdiagnosen berücksichtigt. Körperliche Untersuchung und Basislaboruntersuchungen (Blutbild, C‑reaktives Protein, Schilddrüsenfunktion) dienen dem Ausschluss organischer Erkrankungen. Weiterführende Tests wie Stuhlkalprotektin oder Koloskopie werden nur bei Alarmzeichen (z. B. Blut im Stuhl, Gewichtsverlust, Anämie) durchgeführt. Die Diagnosekriterien orientieren sich an den etablierten symptomatischen Kriterien für IBS, wobei die Diarrhö‑Dominanz durch mindestens 25 % lose Stühle pro Woche definiert ist.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen infektiöse Gastroenteritis, chronische Entzündungen (z. B. Morbus Crohn, Colitis ulcerosa), mikroskopische Kolitis, Zöliakie, Laktose- bzw. Fruktoseintoleranz sowie endokrine Störungen wie Hyperthyreose. Klinisch unterscheiden sich diese Zustände durch das Vorhandensein von Alarmzeichen, spezifischen Laborbefunden oder bildgebenden Befunden, die bei RDS‑D typischerweise fehlen.

Therapie

Die Behandlung von RDS‑D folgt einem schrittweisen Ansatz, der zunächst nicht‑pharmakologische Maßnahmen umfasst. Ernährungsinterventionen (z. B. Low‑FODMAP-Diät) und psychologische Strategien (Stressmanagement, kognitive Verhaltenstherapie) gelten als Basistherapie. Bei unzureichender Symptomkontrolle wird eine medikamentöse Standardtherapie eingesetzt, die auf die Modulation der Darmmotilität und -sensibilität abzielt. Die Auswahl des Wirkstoffes richtet sich nach dem individuellen Symptombild und den Nebenwirkungsprofilen; bei Bedarf kann ein zweiter Schritt mit alternativen Präparaten erfolgen. Ergänzend können Probiotika oder ballaststoffreiche Präparate zur Stabilisierung der Darmflora eingesetzt werden.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.