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Rezidivierende depressive Störung – Diagnostik, Differenzialdiagnosen & Therapie‑Standard (Stufe 2)

Stärkste Quellenart: Sonstige Quelle
  • Sonstige Quelle: 1

Einordnung laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

Die Quellenart sagt nicht aus, ob die Aussagen dieses Artikels geprüft und belegt sind.

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Die rezidivierende depressive Störung mit gegenwärtig mittelgradiger Episode ist gekennzeichnet durch das wiederholte Auftreten depressiver Phasen, die mindestens zwei Kriterien aus den diagnostischen Leitlinien erfüllen und mindestens sechs Monate andauern können. Epidemiologische Daten aus europäischen Studien zeigen eine Prävalenz von etwa 5 % in der Allgemeinbevölkerung, wobei ein höheres Risiko bei Frauen und Personen mittleren Alters besteht. Die Erkrankung ist mit erheblichem Leidensdruck, Funktionsbeeinträchtigung und erhöhtem Suizidrisiko verbunden und stellt daher einen relevanten Fokus klinischer Versorgung dar.

Klinisches Erscheinungsbild

Typische Leitsymptome einer mittelgradigen Episode umfassen gedrückte Stimmung, Interessenverlust, Antriebs- und Konzentrationsstörungen sowie Schlaf‑ und Appetitveränderungen. Psychomotorische Verlangsamung oder Unruhe können vorhanden sein. Der Verlauf ist häufig gekennzeichnet durch episodische Verschlechterungen, wobei die aktuelle Episode mindestens zwei der Kernsymptome über einen Zeitraum von mehr als zwei Wochen persistiert. Komorbiditäten wie Angststörungen oder somatoforme Beschwerden treten häufig auf.

Diagnostik

Die diagnostische Vorgehensweise beinhaltet eine strukturierte Anamnese, in der frühere depressive Episoden, deren Dauer und Behandlungserfolge erfasst werden. Klinisch‑psychiatrische Untersuchung konzentriert sich auf die Bewertung von Stimmungslage, Antrieb, kognitiven Funktionen und suizidalen Gedanken. Zur Differenzierung werden standardisierte Screening‑Instrumente (z. B. PHQ‑9) eingesetzt. Labor- und apparative Untersuchungen dienen primär dem Ausschluss organischer Ursachen; spezifische Biomarker für die depressive Störung liegen nicht vor. Die Diagnose wird anhand etablierter Kriterien gestellt, wobei mindestens fünf der neun DSM‑5‑ bzw. ICD‑10‑Kriterien über zwei Wochen erfüllt sein müssen.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen bipolare affektive Störungen (vor allem hypomanische Phasen), Angststörungen mit depressiver Verstimmung, somatoforme Störungen sowie organisch bedingte Depressionen (z. B. Schilddrüsenerkrankungen, Substanzmissbrauch). Die Unterscheidung erfolgt durch genaue Erhebung von Manie‑ bzw. Hypomaniesymptomen, zeitlicher Beziehung zu Stressoren und spezifischen körperlichen Befunden.

Therapie

Die leitliniengerechte Behandlung einer mittelgradigen Episode kombiniert psychotherapeutische und medikamentöse Maßnahmen. Evidenzbasierte Psychotherapieformen wie kognitive Verhaltenstherapie oder interpersonelle Therapie werden empfohlen. Bei medikamentöser Standardtherapie kommen serotonerge Wiederaufnahmehemmer zum Einsatz; die Auswahl erfolgt nach individueller Verträglichkeit, Nebenwirkungsprofil und vorherigen Therapieerfahrungen. Eine titrierte Dosierung wird in der Regel schrittweise erhöht, bis eine klinische Besserung erreicht ist, wobei regelmäßige Verlaufskontrollen wichtig sind. Bei unzureichendem Ansprechen kann ein Wechsel des Wirkstoffes oder die Ergänzung mit einem anderen Antidepressivum erwogen werden.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.