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Schock (R57) – Differenzialdiagnostik und Therapie‑Standard für das Fachpersonal
Stärkste Quellenart: Übersichtsarbeit
- Übersichtsarbeit: 5
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In diesem Artikel
Übersicht
Der Schock ist ein lebensbedrohlicher physiologischer Zustand, gekennzeichnet durch eine unzureichende Gewebeperfusion, die zu einer zellulären Hypoxie und potenziellen Organversagen führt. Epidemiologisch stellt der Schock in Notaufnahmen und Intensivstationen einen bedeutenden Anteil schwerer Krankheitsbilder dar, wobei hypovolämische/ hämorrhagische und septische Formen am häufigsten auftreten. Die rasche Identifikation und Therapie sind entscheidend für das Überleben und die Vermeidung langfristiger Morbidität.
Klinisches Erscheinungsbild
Typische Leitsymptome eines Schocks umfassen ein plötzliches Auftreten von kühlen, blassen Hautflächen, Tachykardie, Hypotonie sowie eine verminderte Urinausscheidung. In der frühen Phase kann eine kompensatorische Hyperventilation mit respiratorischer Alkalose beobachtet werden. Der Verlauf unterscheidet sich je nach Ätiologie: Beim hypovolämisch‑hämorrhagischen Schock dominiert ein Volumenmangel, während beim septischen Schock eine vasodilatative Distributivschockkomponente vorherrscht, die zu einer warmen, geröteten Haut führen kann.
Diagnostik
Die Anamnese richtet sich nach dem vermuteten Auslöser (z. B. Blutverlust, Infektion). Klinisch wird der Schock durch das Vorhandensein von Hypotonie (systolischer Blutdruck <90 mmHg oder ein Abfall >40 mmHg vom Ausgangswert) und Zeichen einer unzureichenden Organperfusion bestätigt. Laborparameter zeigen häufig eine erhöhte Laktatkonzentration, metabolische Azidose sowie Veränderungen im Blutbild (Leukozytose bei Sepsis). Bildgebende Verfahren (Sonographie, CT) dienen der Identifikation von Blutungen oder Infektionsquellen. Diagnosekriterien orientieren sich an den definierten Mustern für hypovolämischen und septischen Schock.
Differenzialdiagnosen
Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen kardiale Ursachen wie akutes Koronarsyndrom oder Herzinsuffizienz, die ebenfalls zu einer verminderten Perfusion führen können. Weiterhin sind neurogene Schocks nach Rückenmarksverletzungen sowie anaphylaktische Reaktionen zu berücksichtigen. Die Unterscheidung basiert auf spezifischen Befunden: Bei kardiogenem Schock dominieren Zeichen einer reduzierten kardialen Auswurfleistung, während beim anaphylaktischen Schock ein plötzliches Auftreten von Urtikaria und Atemwegsobstruktion typisch ist.
Therapie
Die Behandlung richtet sich nach der zugrunde liegenden Ätiologie und folgt einem leitliniengerechten Ansatz. Beim hypovolämisch‑hämorrhagischen Schock steht die rasche Volumenresuscitation im Vordergrund, ergänzt durch Blutkomponenten, wenn ein signifikanter Blutverlust vorliegt. Bei septischem Schock wird eine frühe zielgerichtete antimikrobielle Therapie kombiniert mit einer volumeorientierten Stabilisierung und dem Einsatz von Vasopressoren zur Aufrechterhaltung des mittleren arteriellen Drucks. Die kontinuierliche Überwachung von Hämodynamik, Laktat und Urinausscheidung ist integraler Bestandteil der Therapie.
Besondere Populationen
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Sonderfälle & aktuelle Studienlage
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Verwandte Codes
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