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Seborrhoische Dermatitis (ICD‑10 L21): Diagnostik‑Algorithmus, Differentialdiagnosen & Therapie‑Standard
Stärkste Quellenart: Fallbericht oder Meinungsbeitrag
- Fallbericht oder Meinungsbeitrag: 2
- Fachartikel ohne Angabe des Studientyps: 1
- Sonstige Quelle: 3
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In diesem Artikel
Übersicht
Seborrhoische Dermatitis ist eine chronisch‑rezidivierende entzündliche Hauterkrankung, die vorwiegend seböse Hautareale betrifft. Sie tritt häufig im jungen Erwachsenenalter auf, kann jedoch in allen Altersgruppen vorkommen und stellt insbesondere wegen ihrer Neigung zu Schüben und der Beeinträchtigung des Wohlbefindens eine relevante dermatologische Herausforderung dar.
Klinisches Erscheinungsbild
Typisch sind schuppige, fettige Plaques mit erythematösem Hintergrund, die vor allem auf Kopfhaut, Stirn, Nase, Nasolabialfalte, Brust und Rücken auftreten. Die Schuppen können gelblich‑weiß sein und lassen sich leicht ablösen. Der Befund ist meist asymptomatisch bis leicht juckend; schwere Pruritus‑ oder Brennsymptome sind eher selten. Das Krankheitsbild verläuft häufig mit saisonalen Schwankungen, wobei kalte, trockene Jahreszeiten die Symptome verschlimmern können.
Diagnostik
Die Diagnose basiert primär auf Anamnese und klinischer Untersuchung. Charakteristisch ist das Auftreten der typischen Plaques in sebösen Bereichen bei ansonsten gesunder Haut. Labor- oder apparative Untersuchungen sind in der Regel nicht erforderlich, können jedoch zur Ausschlussdiagnose herangezogen werden, wenn atypische Befunde vorliegen. Die Diagnosekriterien umfassen das Vorhandensein von schuppigen, erythematösen Plaques in den typischen Lokalisationen ohne Hinweise auf andere Dermatosen.
Differenzialdiagnosen
Wichtige abzugrenzende Diagnosen sind Psoriasis vulgaris (häufig mit stärker ausgeprägtem Ausfluss und silbrig‑weißen Schuppen), atopische Dermatitis (vorwiegend flexurale Beteiligung, intensiver Juckreiz) sowie Pilzinfektionen wie Malassezia‑Dermatose (kann ähnlich erscheinen, jedoch oft mit kleineren Läsionen und weniger ausgeprägter Erythematisierung). Die Unterscheidungsmerkmale liegen insbesondere in der Lokalisation, dem Schuppentyp und dem klinischen Verlauf.
Therapie
Die leitliniengerechte Standardtherapie umfasst topische Antimykotika zur Reduktion von Malassezia‑Besiedlung sowie entzündungshemmende Topika. Bei moderaten bis schweren Verläufen wird häufig eine Kombination aus antimykotischer und kortikosteroider Creme eingesetzt, wobei die Kortikosteroidkomponente je nach Schweregrad angepasst wird. Alternativ können topische Calcineurin-Inhibitoren eingesetzt werden, insbesondere in empfindlichen Bereichen wie dem Gesicht. Bei unzureichendem Ansprechen kann eine systemische Therapie erwogen werden; hierbei stehen orale Antimykotika und ggf. systemische Kortikosteroide zur Verfügung.
Besondere Populationen
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Sonderfälle & aktuelle Studienlage
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Verwandte Codes
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