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Sonnenbrand (ICD‑10 L55): Diagnostik, Differenzialdiagnosen & Therapie‑Standard

Stärkste Quellenart: Übersichtsarbeit
  • Übersichtsarbeit: 2

Einordnung nach dem Studientyp der zitierten Quellen laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Sie bewertet nicht, ob einzelne Aussagen des Artikels durch diese Quellen belegt sind. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

HOS-035114

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Sonnenbrand bezeichnet eine akute kutane Schädigung durch übermäßige ultraviolette Strahlung, insbesondere UV‑B. Die Inzidenz ist in sonnenreichen Regionen und während der Sommermonate besonders hoch; er stellt eine häufige dermatologische Notfallursache dar und kann langfristig das Hautkrebsrisiko erhöhen.

Klinisches Erscheinungsbild

Typische Leitsymptome eines Sonnenbrands sind ein plötzliches Brennen, Schmerzen und Rötung (Erythem) der betroffenen Hautflächen, die innerhalb von Stunden nach UV‑Exposition auftreten. Der Befund kann von leichtem Erythem bis zu stark ausgeprägter Schwellung und Blasenbildung reichen. In der Regel erreicht das klinische Bild seinen Höhepunkt 12–24 Stunden nach der Exposition und beginnt anschließend abklingen, wobei Nachblutungen (Post‑inflammatorisches Hyperpigment) häufig bleiben.

Diagnostik

Die Diagnose beruht primär auf Anamnese (zeitlicher Zusammenhang mit Sonnenexposition, Dauer und Intensität) und klinischer Untersuchung (Erythem, Schwellung, Blasen). Labor- oder apparative Verfahren sind in der Regel nicht erforderlich, da die Befunde eindeutig sind. Es existieren keine spezifischen Diagnosekriterien außerhalb des klinisch‑anamnestischen Kontextes.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen:

  • Phototoxische Reaktionen auf Medikamente (z. B. Tetracycline, Sulfonamide) – häufig begleitet von systemischen Symptomen.
  • Allergische Lichtdermatitis – meist verspäteter Auftreten (48–72 h), oft mit Juckreiz und papulösen Läsionen.
  • Verbrennungen zweiter Grades durch thermische Quellen – charakteristisch für tiefere Gewebeschädigung und stärkere Schmerzen.
  • Ekzematische Hautreaktionen – zeigen typischerweise schuppige, chronisch wiederkehrende Befunde.

Therapie

Die leitliniengerechte Therapie eines Sonnenbrands umfasst symptomatische Maßnahmen: Kühlung der betroffenen Haut, topische Anwendung von feuchtigkeitsspendenden Präparaten und nicht‑steroidale Antiphlogistika zur Schmerzlinderung. Bei schweren Fällen mit großflächiger Blasenbildung kann eine sterile Wundversorgung notwendig sein. Systemische Analgesie wird nach Bedarf eingesetzt. Der Einsatz von Sonnenschutzmitteln hat sich in tierexperimentellen Studien als wirksam erwiesen, die Übertragung auf den Menschen ist plausibel, jedoch nicht durch direkte klinische Daten belegt.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.