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Sonnenbrand (ICD‑10 L55): Diagnostik, Differenzialdiagnosen & Therapie‑Standard
Stärkste Quellenart: Übersichtsarbeit
- Übersichtsarbeit: 2
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In diesem Artikel
Übersicht
Sonnenbrand bezeichnet eine akute kutane Schädigung durch übermäßige ultraviolette Strahlung, insbesondere UV‑B. Die Inzidenz ist in sonnenreichen Regionen und während der Sommermonate besonders hoch; er stellt eine häufige dermatologische Notfallursache dar und kann langfristig das Hautkrebsrisiko erhöhen.
Klinisches Erscheinungsbild
Typische Leitsymptome eines Sonnenbrands sind ein plötzliches Brennen, Schmerzen und Rötung (Erythem) der betroffenen Hautflächen, die innerhalb von Stunden nach UV‑Exposition auftreten. Der Befund kann von leichtem Erythem bis zu stark ausgeprägter Schwellung und Blasenbildung reichen. In der Regel erreicht das klinische Bild seinen Höhepunkt 12–24 Stunden nach der Exposition und beginnt anschließend abklingen, wobei Nachblutungen (Post‑inflammatorisches Hyperpigment) häufig bleiben.
Diagnostik
Die Diagnose beruht primär auf Anamnese (zeitlicher Zusammenhang mit Sonnenexposition, Dauer und Intensität) und klinischer Untersuchung (Erythem, Schwellung, Blasen). Labor- oder apparative Verfahren sind in der Regel nicht erforderlich, da die Befunde eindeutig sind. Es existieren keine spezifischen Diagnosekriterien außerhalb des klinisch‑anamnestischen Kontextes.
Differenzialdiagnosen
Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen:
- Phototoxische Reaktionen auf Medikamente (z. B. Tetracycline, Sulfonamide) – häufig begleitet von systemischen Symptomen.
- Allergische Lichtdermatitis – meist verspäteter Auftreten (48–72 h), oft mit Juckreiz und papulösen Läsionen.
- Verbrennungen zweiter Grades durch thermische Quellen – charakteristisch für tiefere Gewebeschädigung und stärkere Schmerzen.
- Ekzematische Hautreaktionen – zeigen typischerweise schuppige, chronisch wiederkehrende Befunde.
Therapie
Die leitliniengerechte Therapie eines Sonnenbrands umfasst symptomatische Maßnahmen: Kühlung der betroffenen Haut, topische Anwendung von feuchtigkeitsspendenden Präparaten und nicht‑steroidale Antiphlogistika zur Schmerzlinderung. Bei schweren Fällen mit großflächiger Blasenbildung kann eine sterile Wundversorgung notwendig sein. Systemische Analgesie wird nach Bedarf eingesetzt. Der Einsatz von Sonnenschutzmitteln hat sich in tierexperimentellen Studien als wirksam erwiesen, die Übertragung auf den Menschen ist plausibel, jedoch nicht durch direkte klinische Daten belegt.
Besondere Populationen
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Sonderfälle & aktuelle Studienlage
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Verwandte Codes
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