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Sonstige entzündliche Erkrankungen der Vagina und Vulva – Diagnostik, Differenzialdiagnose und Therapie‑Standard

Stärkste Quellenart: Sonstige Quelle
  • Sonstige Quelle: 1

Einordnung laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

Die Quellenart sagt nicht aus, ob die Aussagen dieses Artikels geprüft und belegt sind.

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Sonstige entzündliche Krankheiten der Vagina und Vulva umfassen ein heterogenes Spektrum nicht‑infektiöser und infektiöser Entzündungsprozesse, die primär das vulvovaginale Epithelium betreffen. Epidemiologisch sind sie häufige Ursachen für gynäkologische Beschwerden, insbesondere bei Frauen im reproduktiven Alter, wobei genaue Prävalenzangaben aufgrund variabler Definitionen fehlen. Klinisch relevant sind sowohl akute Entzündungen mit potenzieller Progression zu chronischen Läsionen als auch deren Einfluss auf Lebensqualität und sexuelle Gesundheit.

Klinisches Erscheinungsbild

Typische Leitsymptome umfassen vulvaren Juckreiz, Brennen, Schmerzen sowie vermehrte Vaginalsekretion. Sichtbare Befunde können erythematöse, schuppige oder ulcerative Läsionen sein; bei manchen Patienten treten papulöse oder vesikuläre Veränderungen auf. Der Verlauf ist meist subakut mit einer Dauer von Tagen bis mehreren Wochen, kann jedoch chronisch werden und rezidivierende Schübe zeigen.

Diagnostik

Die Anamnese richtet sich nach Dauer, Lokalisation und Begleitsymptomen (z. B. Dysurie, Dyspareunie). Eine gründliche Inspektion des gesamten Vulvovaginalbereichs ist essenziell, ergänzt durch Palpation zur Beurteilung von Schwellungen oder Tenderness. Mikrobiologische Abstriche dienen dem Ausschluss infektiöser Erreger; bei Verdacht auf bakterielle Vaginosen wird ein pH‑Messwert sowie ein Ammoniaktest durchgeführt. Histopathologische Untersuchung kann bei unklaren Befunden zur Differenzierung von nicht‑infektiösen Dermatosen herangezogen werden. Diagnosekriterien basieren auf dem Zusammenspiel klinischer Zeichen, mikrobiologischer Ergebnisse und ggf. histologischer Befunde.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Diagnosen sind bakterielle Vaginosen, Pilzmykosen, Trichomoniasis sowie nicht‑infektiöse Dermatosen wie Lichen sclerosus, Lichen planus und Psoriasis vulvae. Charakteristische Unterscheidungsmerkmale umfassen spezifische mikroskopische Befunde (z. B. Klumpfuss- oder Pseudohyphae), unterschiedliche pH‑Werte sowie das Vorhandensein von typischen Hautveränderungen (z. B. weiße Plaques bei Lichen sclerosus).

Therapie

Leitliniengerechte Standardtherapie richtet sich nach dem vermuteten Erreger und dem Schweregrad der Entzündung. Bei bakteriellen Ursachen wird eine antibiotische Behandlung mit einem Nitroimidazol‑Derivat empfohlen; die genaue Substanzwahl, Dosierung und Therapiedauer orientieren sich an den jeweiligen Fachempfehlungen. Zusätzlich können topische Kortikosteroide zur Reduktion lokaler Entzündungsreaktionen eingesetzt werden. Bei nicht‑infektiösen Dermatosen wird eine langfristige, symptomorientierte Therapie mit hochpotenten Kortikosteroiden oder Immunmodulatoren empfohlen.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.