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Sonstige Peritonitis (K65.8) – Differenzialdiagnostik & Therapie‑Standard
Stärkste Quellenart: Beobachtungs- oder Vergleichsstudie
- Beobachtungs- oder Vergleichsstudie: 2
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In diesem Artikel
Übersicht
Sonstige Peritonitis bezeichnet entzündliche Prozesse des Peritoneums, die nicht primär durch eine intraabdominelle Infektion (z. B. Appendizitis) oder eine peritoneale Dialyse‑assoziierte Ursache entstehen. Die Inzidenz ist im Allgemeinen niedrig, jedoch kann sie bei Patienten mit Risikofaktoren wie Immunsuppression, chronischer Nierenerkrankung oder nach abdominalen Eingriffen auftreten. Klinisch relevant ist die mögliche rasche Progression zu einer Sepsis und dem septischen Schock, weshalb ein frühzeitiges Erkennen und adäquates Management essenziell sind.
Klinisches Erscheinungsbild
Typische Leitsymptome umfassen akute abdominale Schmerzen, häufig diffus verteilt, begleitet von Abwehrspannung des Abdomens. Begleitend können Fieber, Übelkeit, Erbrechen sowie ein allgemeiner Krankheitszustand auftreten. Im Verlauf kann eine Verschlechterung der hämodynamischen Situation mit Hypotonie und Tachykardie beobachtet werden, insbesondere wenn die Entzündung unkontrolliert bleibt.
Diagnostik
Die Anamnese sollte potenzielle Auslöser (z. B. kürzlich durchgeführte Eingriffe, Trauma, Immuntherapien) erfragen. Klinisch erfolgt die Untersuchung mit Fokus auf Abwehrspannung, Peritonismus und Zeichen einer systemischen Entzündungsreaktion. Laboranalytisch sind erhöhte C‑reaktives Protein (CRP) und Leukozytenzahlen häufig, wobei neuere Daten zeigen, dass bestimmte komplettblutbildbasierte inflammatorische Marker bei peritonealer Dialyse‑Patienten das Peritonitis‑Risiko vorhersagen können. Bildgebende Verfahren (Ultraschall, CT) dienen der Ausschlussdiagnostik anderer intraabdomineller Pathologien und zur Beurteilung von Flüssigkeitsansammlungen oder Abszessen.
Differenzialdiagnosen
Wichtige abzugrenzende Diagnosen sind:
- Peritoneal‑Dialyse‑assoziierte Peritonitis (unterschiedliche mikrobiologische Erregerprofile)
- Akute Appendizitis
- Divertikulitis
- Bauchfellentzündung nach perforierter Ulkuskrankheit
- Mesenterialinfarkt
Die Unterscheidung erfolgt über klinische Präsentation, Bildgebung und ggf. parazentésierte Flüssigkeitsanalysen.
Therapie
Ein leitliniengerechtes Vorgehen beinhaltet zunächst eine breit angelegte empirische antibiotische Therapie, die nach Erreichen von Kultur‑ und Sensitivitätsdaten angepasst wird. Zusätzlich ist eine supportive Behandlung mit Volumen- und Vasopressorunterstützung bei hämodynamischer Instabilität angezeigt. Bei Hinweisen auf intraabdominelle Quelle (z. B. Abszess) kann ein chirurgisches oder radiologisches Eingreifen notwendig sein. Die Therapie muss individuell an die Grunderkrankungen des Patienten angepasst werden, wobei bei immunsupprimierten Personen eine intensivere Überwachung empfohlen wird.
Besondere Populationen
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Sonderfälle & aktuelle Studienlage
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Verwandte Codes
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
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