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Sonstige rezidivierende depressive Störungen (F33.8): Diagnostik, Differenzialdiagnostik & Therapie‑Standard

Stärkste Quellenart: Sonstige Quelle
  • Sonstige Quelle: 1

Einordnung laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

Die Quellenart sagt nicht aus, ob die Aussagen dieses Artikels geprüft und belegt sind.

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Sonstige rezidivierende depressive Störungen (F33) umfassen wiederkehrende depressive Episoden bei Patienten, die zwischen den Episoden weitgehend symptomfrei sind. Die Prävalenz liegt im mittleren einstelligen Prozentbereich in der erwachsenen Bevölkerung, wobei das Erkrankungsrisiko mit zunehmendem Alter steigt. Klinisch bedeutsam ist die hohe Rückfallrate, die zu einer chronischen Krankheitslast und erhöhtem Risiko für Suizidalität führt.

Klinisches Erscheinungsbild

Typische Leitsymptome einer depressiven Episode umfassen gedrückte Stimmung, Interessenverlust, Antriebs- und Konzentrationsstörungen sowie Schlaf‑ und Appetitveränderungen. Bei sonstigen rezidivierenden Verläufen zeigen sich diese Symptome periodisch, wobei die symptomfreie Intervallphase mindestens zwei Monate dauert. Der Verlauf ist gekennzeichnet durch mehrere Episoden über Jahre hinweg; Schweregrad und Dauer können von Episode zu Episode variieren.

Diagnostik

Die Diagnosestellung basiert auf einer strukturierten Anamnese, in der frühere depressive Episoden, deren Dauer und Remissionsphasen erfragt werden. Klinische Untersuchung richtet sich nach den diagnostischen Kriterien des ICD‑10 für F33, wobei Ausschluss von organischen Ursachen (z. B. Schilddrüsenerkrankungen) durch entsprechende Laboruntersuchungen erfolgt. Bildgebende Verfahren sind nur indiziert, wenn differenzialdiagnostisch andere neurologische Erkrankungen erwogen werden.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen die unipolare Major Depression ohne rezidivierenden Verlauf, bipolare affektive Störungen (insbesondere depressive Phasen), Angststörungen mit depressiver Symptomatik sowie somatoforme und neurokognitive Erkrankungen. Charakteristisch für sonstige rezidivierende depressive Störungen ist das Fehlen von Manie oder Hypomanie und das Vorhandensein klar abgegrenzter symptomfreier Intervalle.

Therapie

Leitliniengerechte Behandlung kombiniert psychotherapeutische und medikamentöse Ansätze. Evidenzbasierte Psychotherapie, insbesondere kognitive Verhaltenstherapie, wird für die Prävention von Rückfällen empfohlen. Die medikamentöse Standardtherapie umfasst den Einsatz von Antidepressiva nach individueller Indikationsstellung; sertralin ist in der Literatur als wirksam beschrieben, jedoch liegen keine konkreten Dosierungsangaben in den geprüften Quellen vor. Therapieentscheidungen sollten regelmäßig evaluiert und bei unzureichendem Ansprechen angepasst werden.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Im ICD‑10‑Kapitel F30‑F39 finden sich benachbarte Diagnosen wie F32 (depressive Episode) und F34 (persistierende affektive Störungen).

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.