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Stomatitis – Definition, Pathophysiologie und klinisches Bild (Übersicht)
Stärkste Quellenart: Fachartikel ohne Angabe des Studientyps
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In diesem Artikel
Übersicht
Stomatitis umfasst entzündliche Erkrankungen der Mundschleimhaut, die sowohl akute als auch chronische Verläufe zeigen können. Zu den häufigsten Formen zählen die dentale (z. B. durch Pilzinfektionen ausgelöste) und die idiopathische aphthöse Stomatitis. Epidemiologisch sind insbesondere wiederkehrende aphthöse Stomatitis bei Kindern von klinischer Bedeutung, während dentale Stomatitis vor allem bei Trägern von Vollprothesen auftritt. Die Erkrankungen können zu erheblichen Schmerzen, Ernährungsbeeinträchtigungen und einer verminderten Lebensqualität führen.
Klinisches Erscheinungsbild
Die wiederkehrende aphthöse Stomatitis (RAS) präsentiert sich durch runde bis ovale, schmerzhafte Ulzerationen mit erythemem Rand, meist im nicht‑keratinisierten Bereich der Mundschleimhaut. Bei Kindern zeigen Studien eine heterogene Schmerzschwere über die Krankheitsverläufe hinweg, wobei individuelle Faktoren den Verlauf maßgeblich beeinflussen können. Dentale Stomatitis, insbesondere bei Vollprothesen, äußert sich durch erythema, Plaquebildung und evtl. sekundäre Infektionen; in experimentellen Modellen wurden nanokompositbasierte Materialien mit antifungalem Wirkstoff erfolgreich gegen diese Form eingesetzt.
Diagnostik
Die Anamnese fokussiert auf wiederkehrende orale Ulzerationen, Auslöser (z. B. Stress, Nahrungsmittel), Prothesen‑Tragezeit und systemische Begleiterkrankungen. Klinisch erfolgt die Inspektion der Läsionen sowie eine Bewertung des Entzündungsgrades. Laboruntersuchungen können zur Differenzierung von RAS und systemischen Erkrankungen wie dem Behçet‑Syndrom herangezogen werden; neuere Arbeiten identifizieren serumbasierte Proteinmarker, die zwischen idiopathischer RAS und Behçet‑Krankheit unterscheiden helfen. Bei dentaler Stomatitis wird häufig ein Pilzkulturbefund aus Prothesenmaterial oder Mundschleimhaut entnommen.
Differenzialdiagnosen
Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen das Behçet‑Syndrom, mukokutane Lupus erythematodes, orale Herpesinfektionen sowie chemisch induzierte Stomatitis (z. B. durch Medikamente). Das Vorhandensein spezifischer Serumproteine kann bei der Unterscheidung von idiopathischer RAS und Behçet‑Syndrom unterstützen. Bei dentaler Stomatitis ist zwischen rein bakterieller Plaquebildung, Candida‑assoziierter Infektion und allergischen Reaktionen auf Prothesenmaterial zu differenzieren.
Therapie
Die Behandlung orientiert sich an leitliniengerechten Standards, wobei die Schmerzreduktion bei RAS im Vordergrund steht. Bei Kindern mit wiederkehrender aphthöser Stomatitis wird ein symptomorientiertes Management empfohlen, das individuell an den jeweiligen Schmerzverlauf angepasst werden sollte. Für dentale Stomatitis zeigen experimentelle Studien, dass antifungale Nanokomposite in PMMA‑Prothesen eine wirksame prophylaktische Option darstellen können. Zusätzlich zu lokalen Antimykotika wird bei Bedarf eine Optimierung der Prothesenhygiene und ggf. ein Wechsel des Materials empfohlen.
Besondere Populationen
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Sonderfälle & aktuelle Studienlage
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Verwandte Codes
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