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Supraglottis‑Karzinom (ICD‑10 C32.1): Diagnostik, Differenzialdiagnostik & Therapie‑Standard

Stärkste Quellenart: Systematische Übersicht oder Metaanalyse
  • Systematische Übersicht oder Metaanalyse: 1
  • Übersichtsarbeit: 4

Einordnung laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

Die Quellenart sagt nicht aus, ob die Aussagen dieses Artikels geprüft und belegt sind.

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Die Supraglottis umfasst die Strukturen oberhalb der Glottis, insbesondere epiglottische und supraglottische Schleimhaut sowie das epiglottische Gewebe. Anatomisch liegt sie im Übergangsbereich zwischen Nasen‑ bzw. Mundrachenraum und dem eigentlichen Stimmritzenbereich. In der klinischen Praxis ist die Supraglottis von Bedeutung, weil pathologische Prozesse hier zu lebensbedrohlichen Atemwegsobstruktionen führen können, insbesondere bei Kindern, aber auch bei Erwachsenen im Rahmen von Tumoren oder entzündlichen Erkrankungen.

Klinisches Erscheinungsbild

Typische Leitsymptome einer supraglottischen Beteiligung sind akute Stridor‑ und Atemnotepisoden, besonders beim Liegen oder während der Nahrungsaufnahme. Bei Infektionen kann ein charakteristischer „Bubik“-Husten auftreten, begleitet von Fieber und dysphagieartigen Beschwerden. Der Verlauf ist häufig plötzlich einsetzender, sich rasch verschlechternder Obstruktion, die ohne adäquate Sicherung des Atemwegs zu hypoxischen Komplikationen führen kann.

Diagnostik

Die Anamnese fokussiert auf akute respiratorische Symptome, mögliche Vorerkrankungen der oberen Atemwege und Exposition gegenüber infektiösen Erregern. Klinisch wird ein inspiratorischer Stridor, häufig mit einer „Kräusel‑“ oder „Bubik“-Stimme, festgestellt. Endoskopisch lässt sich die supraglottische Schleimhaut inspizieren; typische Befunde sind erythematöse Schwellungen, Exsudatbildung oder tumoröse Läsionen. Bildgebende Verfahren (z. B. CT oder MRT) dienen der Beurteilung von Raumforderungen und deren Ausdehnung im Kontext komplexer anatomischer Strukturen.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen die subglottische Stenose, epiglottitis, Laryngotracheobronchitis (Krupp) sowie supraglottische Tumoren wie Sarkome oder seltene Gefäßneoplasien. Die subglottische Stenose zeigt primär eine Verengung unterhalb der Glottis, während die Epiglottitis typischerweise mit starkem Rötungs- und Schwellungsbefund der Epiglottis einhergeht. Tumoröse Läsionen differenzieren sich durch persistierende Massebildungen und fehlende entzündliche Begleiterscheinungen.

Therapie

Die leitliniengerechte Therapie richtet sich nach dem zugrunde liegenden Pathomechanismus. Bei infektiöser Supraglottitis steht die Sicherung der Atemwege im Vordergrund, gefolgt von einer breiten antibiotischen Abdeckung, angepasst an das vermutete Erregerspektrum. Entzündungshemmende Maßnahmen (z. B. Kortikosteroide) werden eingesetzt, um Schwellungen zu reduzieren und die Atemwegsobstruktion zu lindern. Bei tumorösen Prozessen erfolgt eine interdisziplinäre Behandlung mit chirurgischer Exzision oder radiotherapeutischen Ansätzen, abhängig von Histologie und Lokalisation.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.