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Systemisches Inflammatorisches Response‑Syndrom (SIRS): Diagnostik‑Algorithmus, Differenzialdiagnosen und Therapie‑Standard
Stärkste Quellenart: Übersichtsarbeit
- Übersichtsarbeit: 1
- Fachartikel ohne Angabe des Studientyps: 2
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In diesem Artikel
Übersicht
Das systemische inflammatorische Response‑Syndrom (SIRS) beschreibt eine nicht‑spezifische, aber potenziell lebensbedrohliche physiologische Reaktion des Wirts auf diverse entzündungsfördernde Stimuli. Epidemiologisch wird SIRS häufig im Kontext von Infektionen als Vorstufe zur Sepsis diskutiert; die Prävalenz variiert stark je nach Population und Setting. Klinisch ist SIRS relevant, weil es den frühzeitigen Hinweis auf eine mögliche systemische Entzündung liefert und damit die Grundlage für weitere diagnostische und therapeutische Maßnahmen bildet.
Klinisches Erscheinungsbild
Typische Leitsymptome von SIRS umfassen Temperaturabweichungen (Hyper‑ oder Hypothermie), Tachykardie, Tachypnoe bzw. Hyperventilation sowie eine vermehrte Leukozytose oder Leukopenie. Diese Kriterien können einzeln oder in Kombination auftreten und zeigen häufig einen raschen klinischen Verlauf, der innerhalb von Stunden zu einer hämodynamischen Instabilität führen kann. In der Praxis wird das Vorhandensein von mindestens zwei dieser Parameter als Hinweis auf SIRS gewertet.
Diagnostik
Die Anamnese konzentriert sich auf potenzielle Auslöser wie Infektionen, Traumata, Verbrennungen oder chirurgische Eingriffe. Die körperliche Untersuchung ergänzt die Befunde um Hinweise auf Organfunktionsstörungen. Laboruntersuchungen beinhalten standardmäßig Blutbild, Entzündungsparameter (CRP, Procalcitonin) und ggf. Blutkulturen. In intensivmedizinischen Settings werden häufig weiterführende apparative Verfahren wie hämodynamische Monitoring‑Systeme eingesetzt. Die Diagnosekriterien beruhen auf dem Vorhandensein von mindestens zwei der genannten klinischen Parameter in Kombination mit einem nachweisbaren Auslöser oder einer organbezogenen Dysfunktion.
Differenzialdiagnosen
Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen akute Atemwegserkrankungen, kardiale Dekompensation, metabolische Störungen (z. B. Hyperthyreose), Medikamenten‑ bzw. Toxinreaktionen sowie primäre hämatologische Erkrankungen. Die Unterscheidung erfolgt durch gezielte Anamnese, spezifische Laborparameter und bildgebende Verfahren, wobei insbesondere das Vorhandensein einer Infektion oder eines klar identifizierbaren Auslösers für SIRS entscheidend ist.
Therapie
Die therapeutische Vorgehensweise richtet sich nach den allgemein anerkannten, leitliniengerechten Prinzipien der frühen Sepsis‑ und SIRS‑Behandlung. Dazu gehören die sofortige Sicherstellung der Atemwege, ausreichende Oxygenierung und Volumenresuscitation sowie die rasche Identifikation und Kontrolle des auslösenden Faktors. Bei Verdacht auf eine infektiöse Ursache wird eine empirische antimikrobielle Therapie nach lokalen Standards eingeleitet, sobald Blutkulturen entnommen wurden. Begleitend werden Maßnahmen zur Unterstützung der Organfunktionen (z. B. Vasopressoren bei hämodynamischer Instabilität) angewendet.
Besondere Populationen
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Sonderfälle & aktuelle Studienlage
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Verwandte Codes
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