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Transkondyläre Fraktur des proximalen Humerus (S42.45) – Diagnostik, Differenzialdiagnostik & Therapie-Standard

Stärkste Quellenart: Übersichtsarbeit
  • Übersichtsarbeit: 1
  • Fallbericht oder Meinungsbeitrag: 2
  • Fachartikel ohne Angabe des Studientyps: 2

Einordnung nach dem Studientyp der zitierten Quellen laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Sie bewertet nicht, ob einzelne Aussagen des Artikels durch diese Quellen belegt sind. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Transkondyläre Frakturen des proximalen Humerus, häufig als T‑ oder Y‑Form bezeichnet, betreffen die Region um das Gelenkkondyl. Sie entstehen typischerweise durch hochenergetische Traumata und zeigen eine komplexe Fragmentlage, die sowohl den anatomischen Gelenkbereich als auch die Tuberositäten involviert. In der Literatur werden sie selten isoliert beschrieben; häufig treten sie im Kontext von nicht heilenden proximalen Humerusfrakturen oder speziellen Verletzungsmustern (z. B. elektrischer Schock) auf. Die klinische Relevanz liegt in der erhöhten Gefahr einer Fehlstellung, eingeschränkten Schulterfunktion und möglicher sekundärer Arthrose.

Klinisches Erscheinungsbild

Patienten mit transkondylären Frakturen klagen über akute Schulterschmerzen, häufig begleitet von einem ausgeprägten Schwellungs‑ und Hämatom‑Bild. Typisch ist das Auftreten des „Pucker sign“, ein lokaler Hauteinriss infolge der nach außen drückenden Knochenfragmente. Die Beweglichkeit ist stark eingeschränkt; insbesondere die aktive Abduktion und Außenrotation sind reduziert. Der Verlauf kann zu einer Nichtunion führen, wenn die Fraktur nicht adäquat stabilisiert wird.

Diagnostik

Die Anamnese sollte das Verletzungsmechanismus (Sturz auf den Arm, direkte Gewalteinwirkung, elektrischer Schock) detailliert erfassen. Klinisch ist neben Schmerz und Bewegungseinschränkung die Inspektion des Pucker signs ein Hinweis. Bildgebend sind konventionelle Röntgenaufnahmen in mindestens zwei Ebenen obligatorisch; sie zeigen die T‑ oder Y‑Form der Fraktur mit Beteiligung des Gelenkkondyls. Zur Beurteilung der Fragmentlage und Planung einer operativen Versorgung empfiehlt sich zusätzlich eine Computertomographie, insbesondere bei komplexen Dislokationen. In seltenen Fällen wird ein DRoPH‑Score zur Abschätzung der Reduktionsschwierigkeit herangezogen.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen:

  • Isolierte proximal humerale Tuberositätsfrakturen, die keine Kondylbeteiligung zeigen.
  • Proximale Humerusfraktur mit sekundärer Gelenkflächeninvolvierung ohne klare Transkondylär‑Muster.
  • Schulterluxationen, insbesondere posterior, die ähnliche Bewegungseinschränkungen verursachen können.

Unterscheidungsmerkmale sind die Bildgebung (Kondylbeteiligung vs. reine Tuberosität) und das Vorhandensein des Pucker signs bei transkondylären Läsionen.

Therapie

Die Behandlung orientiert sich an leitliniengerechten Prinzipien für proximal humerale Frakturen mit komplexer Fragmentlage. Bei instabilen oder stark dislozierten transkondylären Brüchen wird in der Regel eine operative Versorgung empfohlen, um die Gelenkfläche anatomisch zu rekonstruieren und sekundäre Fehlstellungen zu vermeiden. Häufig kommen osteosynthetische Verfahren zum Einsatz, wobei die Reduktionsschwierigkeit durch den DRoPH‑Score berücksichtigt werden kann. Bei nicht heilenden Frakturen (Nonunion) wird eine Revision mit möglicher Tuberositätsrefixation und ggf. arthroplastischer Komponente in Erwägung gezogen.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.