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Trifascicular Block – Diagnostik, Differenzialdiagnostik & Therapie‑Standard (I45.3)

Stärkste Quellenart: Übersichtsarbeit
  • Übersichtsarbeit: 5

Einordnung laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

Die Quellenart sagt nicht aus, ob die Aussagen dieses Artikels geprüft und belegt sind.

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Der Trifaszikuläre Block (TFB) bezeichnet das gleichzeitige Vorliegen von Leitungsstörungen in allen drei His‑Purkinje‑Faszikelkomponenten – dem rechten Bundle, dem linken anterioren und dem linken posterioren Faszikel. Epidemiologisch ist der TFB selten; er tritt überwiegend bei Patienten mit fortgeschrittener struktureller Herzkrankheit oder nach Myokardinfarkt auf. Klinisch relevant ist die potenzielle Progression zu einer kompletten AV‑Blockade, was ein erhöhtes Risiko für Synkopen und plötzlichen Herztod bedeutet.

Klinisches Erscheinungsbild

Typische Leitsymptome eines TFB umfassen bradykarde Herzfrequenzen, häufige präsynkope oder Synkopen sowie Müdigkeit. Im EKG zeigen sich charakteristische Befunde: ein kompletter Rechtsbündel‑Block (RBBB) kombiniert mit einem Links­bündel‑Block (LBBB) oder einer linken Hemiblock‑Konstellation (z. B. links anteriorer Hemiblock). Der Verlauf kann zunächst stabil sein, jedoch besteht die Gefahr einer akuten Progression zu einem vollständigen AV‑Block, insbesondere bei Belastung oder elektrophysiologischer Instabilität.

Diagnostik

Die Anamnese fokussiert auf kardiale Vorerkrankungen, Infarkthistorie und Symptome von Bradykardie. Die körperliche Untersuchung kann Hinweise auf eine reduzierte Herzleistung geben. Das 12‑Kanal‑EKG ist das zentrale diagnostische Werkzeug; die Kombination aus RBBB und einem linken Hemiblock erfüllt die Kriterien für einen Trifaszikulären Block. Ergänzend können Langzeit‑Holter‑Aufnahmen zur Erfassung intermittierender AV‑Blockaden eingesetzt werden. In ausgewählten Fällen dient ein elektrophysiologisches Studium der genauen Lokalisation und Bewertung des Leitungsdefekts.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Diagnosen sind isolierte Bifaszikuläre Blöcke (z. B. RBBB + links anteriorer Hemiblock) sowie komplette AV‑Blockaden, die ebenfalls bradykarde Symptome hervorrufen können. Ein isolierter Links­bündel‑Block ohne Begleit‑RBBB ist zu differenzieren, da er nicht den gleichen Risikocharakter wie ein TFB aufweist. Ferner müssen ventrikuläre Extrasystolen und Tachykardien ausgeschlossen werden, die ähnliche EKG-Muster nachahmen können.

Therapie

Die leitliniengerechte Therapie richtet sich nach dem Risiko einer Progression zu einem kompletten AV‑Block. Bei symptomatischer Bradykardie oder dokumentierten intermittierenden Hochgrad-AV‑Blöcken ist eine permanente Herzschrittmacherimplantation angezeigt, um die ventrikuläre Rate sicherzustellen. In asymptomatischen Fällen ohne Hinweis auf fortgeschrittene AV‑Störung kann ein engmaschiges Monitoring ausreichen, wobei eine frühzeitige Intervention bei Verschlechterung empfohlen wird.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.