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Verletzung der A. plantaris pedis – Diagnostik, Differenzialdiagnose & Therapie‑Standard (S95.1)

Stärkste Quellenart: Fachartikel ohne Angabe des Studientyps
  • Fachartikel ohne Angabe des Studientyps: 2

Einordnung nach dem Studientyp der zitierten Quellen laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Sie bewertet nicht, ob einzelne Aussagen des Artikels durch diese Quellen belegt sind. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Die Arteria plantaris pedis ist ein kleiner Ast der Arteria dorsalis pedis, der die Plantarregion des Fußes versorgt. Verletzungen dieser Arterie sind selten und werden meist im Kontext von Traumen am Fußrand oder nach operativen Eingriffen beschrieben. Aufgrund ihrer geringen Größe und der redundanten Durchblutung des Fußes zeigen sich häufig nur unspezifische Symptome, sodass die klinische Relevanz oft erst bei anhaltenden Ischämien oder Komplikationen wie Ulzerationen deutlich wird.

Klinisches Erscheinungsbild

Typisch für eine Verletzung der Arteria plantaris pedis sind Schmerzen im plantar‑medialen Fußbereich, insbesondere bei Belastung. Oft begleitet von lokalen Hämatomen, Schwellungen und in schweren Fällen einer bläulichen Verfärbung (Zyanose) des betroffenen Areals. Der Verlauf ist variabel: Kleinere Läsionen heilen häufig spontan, während größere Risse zu chronischer Durchblutungsstörung führen können, die sich durch verzögerte Wundheilung oder Nekrose äußert.

Diagnostik

Die Anamnese fokussiert auf ein direktes Trauma am Fuß (z. B. Sturz, direkte Stoßverletzung) oder iatrogene Ursachen (nach plantar‑chirurgischen Eingriffen). Klinisch wird die palpatorische Untersuchung des Plantarbereichs durchgeführt; das Fehlen eines dorsalen Pulses kann indirekt auf eine begleitende Gefäßschädigung hinweisen. Bildgebend sind Duplex‑Ultraschall und farbkodierte Doppler‑Sonographie geeignet, um den Blutfluss in der Arteria plantaris pedis zu beurteilen. In ausgewählten Fällen können Angiografie oder MR-Angiographie zur genauen Darstellung eingesetzt werden.

Differenzialdiagnosen

  • Plantarfasziitis – Schmerz primär im Fersenbereich ohne vaskuläre Befunde.
  • Tarsaltunnelsyndrom – Neurologische Ausstrahlung, typischerweise mit Sensibilitätsstörungen.
  • Kompartmentsyndrom des Fußes – Schwellung und Schmerzen bei Druck, jedoch mit erhöhtem Druck in den Muskelkompartimenten.
  • Fraktur des Metatarsalknochens – Schmerzlokalisation und Röntgenbefund unterscheiden sich deutlich.

Therapie

Eine leitliniengerechte Therapie orientiert sich zunächst an konservativen Maßnahmen: Ruhigstellung des Fußes, Hochlagerung und ggf. Kompressionsverbände zur Reduktion von Schwellungen. Physiotherapeutische Interventionen, insbesondere solche, die auf funktionelle Mobilisation abzielen, können den Heilungsprozess unterstützen; dies entspricht den Empfehlungen aus der Literatur zu physiotherapeutischer Praxis im Rahmen von Fußverletzungen. Bei anhaltenden Ischämiesymptomen oder progressiver Gewebeschädigung ist eine operative Revision (z. B. Gefäßreparatur oder Bypass) indiziert, um die Durchblutung wiederherzustellen.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.