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Verletzung der A. ulnaris am Handgelenk – Diagnostik, Differenzialdiagnosen & Therapie‑Standard (S65.0)

Stärkste Quellenart: Übersichtsarbeit
  • Übersichtsarbeit: 1
  • Fachartikel ohne Angabe des Studientyps: 2

Einordnung nach dem Studientyp der zitierten Quellen laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Sie bewertet nicht, ob einzelne Aussagen des Artikels durch diese Quellen belegt sind. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Verletzungen der Arteria ulnaris im Bereich des Handgelenks und der Hand umfassen traumatische Läsionen, die durch direkte Penetration, Fraktur‑assoziierte Gefäßschäden oder iatrogene Ursachen entstehen können. Obwohl die Prävalenz im Vergleich zu Verletzungen der Arteria radialis geringer ist, kann eine Unterbrechung der ulnaren Durchblutung erhebliche funktionelle Konsequenzen für die Hand haben, insbesondere bei Kompartment‑Syndromen oder ischämischen Nekrosen.

Klinisches Erscheinungsbild

Typische Leitsymptome einer A. ulnaris‑Verletzung sind Schmerzen und Schwellungen im ulnaren Handgelenksbereich, blasse Hautfarbe distal der Läsion sowie ein fehlender oder abgeschwächter Puls beim Palpieren des ulnaren Arterienspulses. In fortgeschrittenen Fällen kann es zu Kältegefühl, Parästhesien und motorischen Ausfällen kommen, da die Durchblutung der ulnaren Handanteile (z. B. kleiner Finger, ulnarer Handrücken) beeinträchtigt ist. Der Verlauf ist häufig akut, kann jedoch bei verzögerter Diagnose zu chronischer Ischämie führen.

Diagnostik

Die Anamnese sollte das Trauma, mögliche Penetrationsverletzungen sowie Begleitfrakturen erheben. Klinisch wird der ulnare Puls an der Handgelenksfalte geprüft; ein fehlender Puls weist auf eine Gefäßunterbrechung hin. Bildgebende Verfahren sind essenziell: Duplex‑Sonographie ermöglicht die Darstellung von Blutfluss und Läsionslänge, während die Computertomografie (CT) mit Angiographie oder die Magnetresonanztomografie (MRT) mit kontrastmittelverstärkter Angiographie detaillierte anatomische Informationen liefern. Die Diagnosekriterien umfassen das Vorhandensein eines traumatischen Ereignisses, klinischen Hinweis auf fehlende ulnare Perfusion und bildgebend bestätigte Gefäßunterbrechung.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Diagnosen sind Verletzungen der Arteria radialis, Kompartment‑Syndrom ohne Gefäßschaden, venöse Thrombose des Handgelenks sowie traumatische Nervenverletzungen (z. B. Ulnarnerv). Die Unterscheidung erfolgt durch gezielte Palpation der jeweiligen Pulse, Doppler‑Sonographie zur Beurteilung des arteriellen Flusses und ggf. elektrophysiologische Untersuchungen bei Verdacht auf Nervenbeteiligung.

Therapie

Die leitliniengerechte Therapie richtet sich nach dem Ausmaß der Gefäßschädigung. Bei vollständiger Transection ist eine chirurgische Rekonstruktion (z. B. End‑zu‑End-Anastomose oder Transplantat) indiziert, um die Perfusion wiederherzustellen und Ischämie zu verhindern. Teilweise Läsionen können konservativ mit engmaschiger Überwachung des Gefäßstatus und Antikoagulation bei begleitender Thrombose behandelt werden. Bei begleitenden Frakturen wird die vaskuläre Versorgung im Rahmen der osteosynthetischen Versorgung gesichert.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.