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Virale Konjunktivitis (ICD‑10 B30) – Diagnostik, Differenzialdiagnose & Therapie‑Standard
Stärkste Quellenart: Systematische Übersicht oder Metaanalyse
- Systematische Übersicht oder Metaanalyse: 1
- Übersichtsarbeit: 4
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In diesem Artikel
Übersicht
Viral konjunktivitis ist eine entzündliche Erkrankung der Bindehaut, die durch verschiedene Viren, insbesondere Adenoviren, verursacht wird. Sie stellt einen häufigen Grund für akute Bindehautschwellungen im ambulanten Setting dar und trägt zu erheblichem Patienten‑Unbehagen sowie zur Übertragung in Gemeinschaftseinrichtungen bei.
Klinisches Erscheinungsbild
Typisch sind ein plötzliches Auftreten von Rötung, tränenden Augen, Brennen und einem wässrigen bis leicht eitrigen Ausfluss. Oft geht eine leichte Fremdkörperempfindlichkeit voraus. Der Krankheitsverlauf ist meist selbstlimitierend innerhalb von 7–14 Tagen, kann jedoch bei Adenoviren mit einer ausgeprägten Folgeschwellung der Lymphknoten und einer konjunktivalen Hyperämie einhergehen.
Diagnostik
Die Anamnese fokussiert auf den akuten Beginn, mögliche Kontaktpersonen mit ähnlichen Symptomen sowie Reise- oder Expositionsgeschichte. Die klinische Untersuchung zeigt diffuse Bindehautschwellung, seröse Sekretion und häufig eine folliculäre Reaktion am Tenon‑Faltenrand. Laboruntersuchungen wie ein Schnelltest für Adenoviren können den viralen Erreger bestätigen, sind jedoch nicht zwingend erforderlich, da die Diagnose meist klinisch gestellt wird.
Differenzialdiagnosen
Wichtige abzugrenzende Erkrankungen umfassen bakterielle Konjunktivitis (häufigere eitrige Sekretion, stärkere Lidrandentzündung), allergische Konjunktivitis (biphasisches Jucken, saisonaler Zusammenhang) sowie keratoconjunctivalen Beteiligungen bei Herpes‑simplex-Infektionen (schmerzhafte Ulzerationen). Die Unterscheidung erfolgt primär über den Ausflusscharakter, Begleitsymptome und ggf. labordiagnostische Tests.
Therapie
Die Behandlung richtet sich nach dem Prinzip der symptomatischen Linderung und Infektionskontrolle. Leitliniengerechte Therapie beinhaltet kühle Kompressen, künstliche Tränen zur Befeuchtung sowie Hygienemaßnahmen zur Reduktion der Ansteckungsgefahr. Antivirale Präparate werden nur bei spezifischen viralen Erregern eingesetzt, die eine gezielte Therapie rechtfertigen.
Besondere Populationen
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Sonderfälle & aktuelle Studienlage
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Verwandte Codes
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