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Weiß-Klee (Trifolium repens) – Anwendung, Evidenzlage und Interaktionen in der Phytotherapie

Stärkste Quellenart: Übersichtsarbeit
  • Übersichtsarbeit: 1
  • Fachartikel ohne Angabe des Studientyps: 1

Einordnung nach dem Studientyp der zitierten Quellen laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Sie bewertet nicht, ob einzelne Aussagen des Artikels durch diese Quellen belegt sind. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

HOS-043971

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Substanz & Wirkstoffe
  3. Anwendung & Indikationen
  4. Evidenzlage
  5. Sicherheit & Wechselwirkungen
  6. Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Übersicht

Weiß‑Klee (Trifolium repens L.) ist eine krautige Pflanzenart aus der Familie der Fabaceae, die weltweit verbreitet ist. In der Phytotherapie wird sie vornehmlich als milde entzündungshemmende und harntreibende Komponente eingesetzt. Die geprüften Quellen beziehen sich auf Untersuchungen zur chemischen Zusammensetzung sowie auf präklinische Studien, in denen antileukämische Effekte beschrieben werden.

Substanz & Wirkstoffe

Trifolium repens enthält eine heterogene Mischung aus Flavonoiden (z. B. Kaempferol‑Glykoside), Isoflavonen (Genistein, Daidzin) und Cumarinen. Darüber hinaus wurden in jüngeren Analysen sekundäre Metaboliten wie Phenylpropanoide identifiziert. Die pharmakologischen Wirkprinzipien beruhen vorwiegend auf antioxidativen Eigenschaften, Modulation von Signalwegen (z. B. STAT5) und einer möglichen Hemmung der Zellproliferation.

Anwendung & Indikationen

In den europäischen Monographien wird Weiß‑Klee für leichte entzündliche Prozesse des Harntraktes sowie als unterstützende Maßnahme bei harntreibender Therapie gelistet. Empfohlene Darreichungsformen umfassen getrocknete Kräuter, Teezubereitungen und standardisierte Extrakte; Dosierungen werden in den Quellen nicht spezifiziert und sollten sich an den jeweiligen Produktinformationen orientieren.

Evidenzlage

Die vorliegenden Daten aus den geprüften Quellen beschränken sich auf präklinische Untersuchungen. Eine Studie aus dem Jahr 2020 zeigte, dass Extrakte von Trifolium repens die Proliferation von Zellen der chronischen myeloischen Leukämie über Inhibition des BCR‑ABL/STAT5‑Signalwegs reduzieren können. Diese Beobachtungen beruhen auf in‑vitro‑Modellen und lassen keinen direkten Rückschluss auf klinische Wirksamkeit zu. Ein weiteres Werk aus 2024 untersuchte die phytochemische Zusammensetzung von Weiß‑Klee aus dem indischen Himalaya, ohne klinische Endpunkte zu evaluieren. Damit liegt für therapeutische Indikationen beim Menschen kein evidenzbasierter Nachweis vor; der Einsatz beruht auf traditioneller Anwendung und pharmakologischer Plausibilität.

Sicherheit & Wechselwirkungen

Weiß‑Klee gilt allgemein als gut verträglich bei üblichen Dosierungen, jedoch können Phytoöstrogene (Isoflavone) hormonelle Systeme beeinflussen. Bei Patient*innen mit östrogenabhängigen Tumoren oder bekannten Allergien gegen Fabaceae sollte Vorsicht geboten sein. Aufgrund der Cumarin‑Enthaltung ist das Risiko für Blutungsneigungen gering, dennoch kann bei gleichzeitiger Einnahme von Antikoagulanzien eine additive Wirkung nicht ausgeschlossen werden. Kontraindikationen umfassen schwere Niereninsuffizienz und bekannte Überempfindlichkeit gegenüber den Pflanzenbestandteilen.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.