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Akute Appendizitis – Diagnostik, Differentialdiagnosen & Therapie‑Standard

Stärkste Quellenart: Übersichtsarbeit
  • Übersichtsarbeit: 5

Einordnung nach dem Studientyp der zitierten Quellen laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Sie bewertet nicht, ob einzelne Aussagen des Artikels durch diese Quellen belegt sind. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

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In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Die akute Appendizitis ist die häufigste abdominale Notfallindikation im operativen Alltag und erfordert eine rasche Diagnostik sowie Therapie, um Komplikationen wie Perforation zu vermeiden. Epidemiologisch zeigt sich ein leicht rückläufiger Trend der Inzidenz, wobei das Erkrankungsspektrum von Kindern bis zu älteren Patienten reicht. Klinisch ist die Appendizitis von hoher Relevanz, da sie zu signifikanten Morbiditäts- und Mortalitätsraten führen kann, wenn die Behandlung verzögert wird.

Klinisches Erscheinungsbild

Typische Leitsymptome umfassen einen initialen periumbilikalen Schmerz, der sich innerhalb weniger Stunden in den rechten Unterbauch verlagert (McBurney-Punkt), begleitet von Übelkeit und gelegentlicher Erbrechen. Der klinische Verlauf ist häufig durch zunehmende lokale Tenderness, Abwehrspannung und ggf. ein positiver Blumberg-Test gekennzeichnet. Fieber kann auftreten, ist jedoch nicht zwingend. In fortgeschrittenen Stadien können Zeichen einer Perforation wie diffuse Abdominalschmerzen, Tympanismus und systemische Entzündungszeichen beobachtet werden.

Diagnostik

Die Anamnese fokussiert auf den charakteristischen Schmerzverlauf sowie Begleitsymptome (Übelkeit, Erbrechen, Fieber). Die körperliche Untersuchung prüft Tenderness im rechten Unterbauch, Abwehrspannung und ggf. einen positiven Psoas- bzw. Obturator-Test. Laborparameter zeigen häufig eine Leukozytose mit linksverschobener Differenzierung; CRP kann erhöht sein, ist jedoch unspezifisch. Bildgebend wird zunächst ein Ultraschall eingesetzt, der bei Kindern besonders empfehlenswert ist und typische Befunde wie einen vergrößerten, nicht komprimierbaren Appendix liefert. Bei unklaren Befunden oder Verdacht auf Komplikationen wird eine CT (mit niedrig dosierter Technik) zur weiteren Abklärung herangezogen.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen die Cholezystitis, insbesondere bei atypischem Schmerzverlauf; Divertikulitis des Kolons, die ähnlich lokalisierte Schmerzen verursachen kann; gastrointestinale Infektionen und entzündliche Darmerkrankungen. Der klinische Unterschied liegt häufig in der Schmerzlokalisation (z. B. rechtsseitig vs. linksseitig), Begleitsymptomen (z. B. Gallenkolik bei Cholezystitis) und bildgebenden Befunden.

Therapie

Die leitliniengerechte Standardtherapie besteht aus einer frühen chirurgischen Appendektomie, die entweder offen oder laparoskopisch durchgeführt werden kann. Bei unklarer Diagnose oder geringem klinischem Verdacht wird eine initiale antibiotische Therapie erwogen, um das Fortschreiten zu verhindern und ggf. eine nicht‑operative Behandlung zu ermöglichen. Die Entscheidung für den operativen Ansatz richtet sich nach dem klinischen Gesamtbild, dem Vorliegen von Komplikationen (z. B. Perforation) und patientenspezifischen Faktoren.

Besondere Populationen

Bei Schwangeren wird die Diagnose erschwert durch physiologische Veränderungen; Ultraschall bleibt das primäre Bildgebungsinstrument, während eine MRT als Alternative bei unklarer Situation eingesetzt werden kann. Bei Kindern ist die klinische Präsentation oft unspezifisch, weshalb ein niedriger Schwellenwert für bildgebende Diagnostik empfohlen wird. Ältere Patienten zeigen häufig atypische Symptome und haben ein erhöhtes Risiko für Perforation; hier ist eine rasche Bildgebung essenziell. Bei Nieren- oder Leberinsuffizienz sind keine spezifischen Anpassungen der Standardtherapie erforderlich, jedoch sollte die Wahl des Antibiotikums ggf. angepasst werden.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.