Wissensartikel · DE
Altersfleck (L81.4) – Differenzialdiagnostik und Therapie‑Standard
Stärkste Quellenart: Fachartikel ohne Angabe des Studientyps
- Fachartikel ohne Angabe des Studientyps: 1
- Sonstige Quelle: 1
Einordnung laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.
Die Quellenart sagt nicht aus, ob die Aussagen dieses Artikels geprüft und belegt sind.
In diesem Artikel
Übersicht
Altersflecken (medizinisch Lentigines seniles) sind benigne hyperpigmentierte Hautveränderungen, die vornehmlich im höheren Lebensalter auftreten. Sie entstehen durch lokalisierte Anhäufung von Melanin in den Basalzellen und dermalen Melanozyten sowie durch UV-induzierte DNA-Schäden. Epidemiologisch zeigen sich Altersflecken besonders häufig bei Personen über 50 Jahren, wobei die Prävalenz mit zunehmendem Alter steigt. Klinisch sind sie meist harmlos, können jedoch aus ästhetischen Gründen behandelt werden und sollten von malignen Pigmentationsstörungen abgegrenzt werden.
Klinisches Erscheinungsbild
Typischerweise präsentieren sich Altersflecken als rund bis oval, gut begrenzte, braun‑bis‑schwarzlich pigmentierte maculöse Läsionen mit einer Durchmessergröße von wenigen Millimetern bis zu mehreren Zentimetern. Sie treten bevorzugt an sonnenexponierten Hautarealen wie Gesicht, Händen und Unterarmen auf. Der Verlauf ist langsam; die Pigmentierung kann im Laufe der Jahre intensiver werden, jedoch bleibt das Erscheinungsbild meist stabil ohne ulcerative Veränderungen.
Diagnostik
Die Anamnese fokussiert UV‑Exposition, Alter, familiäre Häufung von Hautveränderungen und das Vorhandensein von Risikofaktoren für maligne Melanome. Klinisch erfolgt die Untersuchung mittels dermatoskopischer Inspektion, wobei ein homogenes Muster ohne atypische Netzstrukturen charakteristisch ist. In unklaren Fällen kann eine Hautbiopsie zur histopathologischen Sicherung notwendig sein. Laboruntersuchungen sind routinemäßig nicht erforderlich, es sei denn, es besteht Verdacht auf systemische Pigmentstörungen.
Differenzialdiagnosen
Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen das maligne Melanom (insbesondere Lentigo‑Maligna), seborrhoisches Keratose, ephelides Pigment und postinflammatorische Hyperpigmentation. Das Melanom zeigt typischerweise asymmetrische Konturen, unregelmäßige Farbverteilung und klinisch veränderte Netzstrukturen, während Altersflecken homogen bleiben. Seborrhoische Keratosen besitzen eine wachsartige Oberfläche und können bei der Hautabschürfung ein „Kirschkern‑Gefühl“ erzeugen.
Therapie
Die Behandlung von Altersflecken orientiert sich an leitliniengerechten Optionen, die sowohl physikalische als auch chemische Verfahren umfassen. Lasertherapie, insbesondere Q‑Switched‑Laser, hat in einzelnen Fallberichten eine effektive Depigmentierung gezeigt, wobei das Risiko einer Hyper- bzw. Hypopigmentierung besteht. Topische Therapieansätze mit Photochemotherapie‑Agenten wie Trioxysalen können bei geeigneten Patienten eingesetzt werden; diese Methode erfordert jedoch kontrollierte UV‑Exposition und ist mit potenziellen Nebenwirkungen verbunden. Die Wahl der Therapie richtet sich nach dem Wunsch des Patienten, Hauttyp, Lokalisation und eventueller Kontraindikationen.
Besondere Populationen
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Sonderfälle & aktuelle Studienlage
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Verwandte Codes
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.