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Aortopulmonales Septumdefekt (APSD) – Diagnostik, Differenzialdiagnostik & Therapie‑Standard

Stärkste Quellenart: Übersichtsarbeit
  • Übersichtsarbeit: 5

Einordnung laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

Die Quellenart sagt nicht aus, ob die Aussagen dieses Artikels geprüft und belegt sind.

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Das Aortopulmonary septal defect (APSD), auch als aortopulmonales Fenster bezeichnet, ist ein seltenes kongenitaler Herzfehler, bei dem eine direkte Kommunikation zwischen der proximalen Aorta und dem trunkalen Teil des Pulmonalarterienbaums besteht. Die Prävalenz liegt im Bereich weniger Prozent aller angeborenen Herzfehler; die meisten Patienten werden im Säuglings- oder frühen Kindesalter diagnostiziert. Klinisch ist das APSD relevant, weil es zu einem links‑nach‑rechts-Shunt führt, der bei größeren Defekten zu pulmonaler Hypertonie und Rechtsherzbelastung führen kann.

Klinisches Erscheinungsbild

Typische Leitsymptome sind ein systolisches Herzgeräusch im linken parasternalen Bereich sowie Zeichen einer rechtsventrikulären Belastung. Bei kleinen Defekten bleibt die Symptomatik häufig unspezifisch, während größere Fenster mit Dyspnoe, Wachstumsverzögerungen und zunehmender Müdigkeit einhergehen können. Das klinische Bild kann sich im Verlauf zu pulmonaler Hypertonie entwickeln, insbesondere wenn das Defektvolumen nicht rechtzeitig korrigiert wird.

Diagnostik

Die Anamnese fokussiert auf frühkindliche Atemnot, Wachstumsverzögerungen und kardiale Geräusche. Die körperliche Untersuchung bestätigt ein systolisches Geräusch und mögliche Zeichen einer Rechtsherzbelastung (z. B. hepatischer Druck). Bildgebend ist die Echokardiographie das primäre Screening‑Tool; sie visualisiert den Kommunikationsbereich zwischen Aorta und Pulmonalarterie sowie die Größe des Shunts. Ergänzend kann eine kardiale Computertomografie (CT) eingesetzt werden, um die anatomischen Details des Fensters präzise zu beurteilen und operative Planung zu unterstützen. In ausgewählten Fällen wird ein Herzkatheter zur Messung der pulmonalen Druckverhältnisse und zur Bestätigung der Shuntgröße durchgeführt.

Differenzialdiagnosen

Wesentliche abzugrenzende Diagnosen umfassen:

  • Persistierender Ductus arteriosus (PDA): unterscheidet sich durch Lage im Bereich des Ligamentum arteriosum und typisches Geräuschprofil.
  • Ventrikelseptales Defekt (VSD): Kommunikation zwischen Ventrikel, nicht zwischen Aorta und Pulmonalarterie.
  • Atriumseptumdefekt (ASD) mit Eisenmenger‑Syndrom: links‑nach‑rechts‑Shunt über das Atrium, keine direkte Aorten‑Pulmonal-Verbindung.
  • Pulmonale Stenose oder Atresie: führen zu rechtsventrikulärer Belastung, jedoch ohne aortopulmonalen Shunt.

Therapie

Die therapeutische Entscheidung orientiert sich an Defektgröße und klinischer Symptomatik. Bei kleinen, asymptomatischen Fenstern wird häufig ein beobachtendes Management gewählt, wobei regelmäßige kardiologische Kontrollen empfohlen werden. Größere oder symptomatische Defekte erfordern chirurgische Intervention. Die klassische operative Option ist die direkte Verschlussoperation des Fensters, bei der das aortopulmonale Fenster entweder primär verschlossen oder mit einem perikardialen Patch repariert wird. In Fällen mit signifikanter pulmonaler Hypertonie kann ein temporäres palliative Verfahren wie ein Blalock‑Taussig‑Shunt eingesetzt werden, um die pulmonale Durchblutung zu sichern, bevor eine definitive Korrektur erfolgt. Moderne Techniken umfassen ebenfalls transkatheterbasierte Verschlussgeräte, wobei die Evidenzlage hierzu noch begrenzt ist und primär aus kleineren Fallserien stammt.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.