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Azetabulumfraktur (S32.4) – Diagnostik, Differenzialdiagnostik & Therapie‑Standard

Stärkste Quellenart: Übersichtsarbeit
  • Übersichtsarbeit: 3

Einordnung laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

Die Quellenart sagt nicht aus, ob die Aussagen dieses Artikels geprüft und belegt sind.

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Eine Azetabulumfraktur bezeichnet einen Bruch des Hüftgelenksdachs, welcher sowohl primär als auch im Kontext von Hüftendoprothesen auftreten kann. Epidemiologisch ist die Inzidenz bei älteren Patienten erhöht, insbesondere im Zusammenhang mit periprothetischen Frakturen nach totaler Hüftarthroplastik. Klinisch relevant ist die Fraktur wegen des Risikos für Gelenkinstabilität, Schmerzen und möglicher Implantatversagen.

Klinisches Erscheinungsbild

Patienten präsentieren sich häufig mit akuten Hüftschmerzen, eingeschränkter Mobilität und einer Druckempfindlichkeit im lateralen Beckengebiet. Bei periprothetischen Frakturen kann eine plötzlich auftretende Instabilität des Prothesens beobachtet werden. Der Verlauf ist typischerweise abrupt nach einem Sturz oder Belastungswechsel, wobei die Symptomatik schnell fortschreitet.

Diagnostik

Die Anamnese fokussiert auf das Trauma, bestehende Hüftprothetik und Vorerkrankungen wie Osteoporose. Klinisch zeigt sich ein lokaler Schmerzdruck, eingeschränkte passive und aktive Beweglichkeit sowie mögliche Instabilität bei periprothetischen Frakturen. Bildgebend wird zunächst eine anteriore‑posteriore Röntgenaufnahme des Beckens erstellt; im Zweifel erfolgt eine CT zur genauen Darstellung der Frakturlinie und zur Bewertung von Implantatbeteiligungen. Laboruntersuchungen dienen primär dem Ausschluss von Infektionen bei periprothetischen Fällen.

Differenzialdiagnosen

Wichtige Abgrenzungen umfassen:

  • Akute Hüftgelenksluxation, die sich durch auffällige Gelenkposition und fehlende knöcherne Kontinuität unterscheidet.
  • Trochanteric fracture, bei der die Fraktur lateral am Femur liegt und nicht den acetabulären Dach betrifft.
  • Osteonekrose des Femurkopfes, die eher schleichend verläuft und keine akute Frakturlinie zeigt.

Therapie

Die Behandlung orientiert sich an leitliniengerechten Prinzipien: Bei isolierten, nicht‑prothetischen Azetabulumfrakturen wird primär eine operative Stabilisierung angestrebt, um Gelenkfunktion und Schmerzfreiheit wiederherzustellen. In periprothetischen Fällen ist die Revision der Prothese häufig notwendig, wobei die Frakturfixation und ggf. ein neuer Implantattyp kombiniert werden. Nicht‑operative Maßnahmen kommen nur in ausgewählten, nicht‑dislozierten Situationen zum Einsatz.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.