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Duct ectasia of the breast (N60.4) – Diagnostik, Differenzialdiagnostik und Therapie‑Standard

Stärkste Quellenart: Übersichtsarbeit
  • Übersichtsarbeit: 3

Einordnung nach dem Studientyp der zitierten Quellen laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Sie bewertet nicht, ob einzelne Aussagen des Artikels durch diese Quellen belegt sind. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

HOS-052133HOS-047220

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Duktale Ektasie der Brust (auch periduktale Mastitis genannt) beschreibt eine nicht‑maligne Dilatation und Entzündung der Milchgänge, häufig verbunden mit intraduktalem Sekretansammlung und fibröser Veränderung des umgebenden Gewebes. Sie tritt überwiegend bei Frauen im mittleren Lebensalter auf, kann jedoch auch in jüngeren Altersgruppen vorkommen. Klinisch ist die Erkrankung relevant, weil sie zu chronischen Schmerzen, rektifizierender Milchabsonderung und gelegentlich zu einer palpabelen Knotenbildung führt, was häufig eine differenzialdiagnostische Abklärung von bösartigen Prozessen erfordert.

Klinisches Erscheinungsbild

Typische Leitsymptome sind ein lokaler, meist druckschmerzhafter Schmerz im betroffenen Brustquadranten, rektifizierende Milchabsonderung aus einem oder mehreren Milchgängen und eine tastbare, oft knotige Verdickung des betroffenen Areals. Der Verlauf ist häufig chronisch‑rezidivierend; akute Phasen mit vermehrter Sekretion können von asymptomatischen Intervallen gefolgt sein. Bei adolescenten Patientinnen kann das Bild durch hormonelle Veränderungen moduliert werden.

Diagnostik

Die Anamnese fokussiert auf die Dauer und Charakteristik der Milchabsonderung, Schmerzintensität sowie mögliche Risikofaktoren wie Rauchen oder wiederholte Brustinfektionen. Klinisch zeigt sich ein druckempfindlicher Bereich mit möglicher Ausfluss aus dem Duktus. Bildgebend wird in erster Linie das Mammadiagnostik‑Protokoll eingesetzt: Sonographie kann eine dilatierte Milchgänge und periduktale Fibrose darstellen; Mammografie ist hilfreich, um malignitätsverdächtige Befunde auszuschließen. In unklaren Fällen kann ein Duktus‑Dilatations‑Mammographie (DCBE) oder MR-Mammografie ergänzend verwendet werden. Eine mikroskopische Untersuchung von Sekretproben zeigt häufig ein plasmazelluläres Entzündungsbild, das mit dem Begriff „Plasma Cell Mastitis“ assoziiert ist.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen:

  • Zystische Mastopathie – meist zystisch gefüllte Läsionen ohne signifikante Milchabsonderung.
  • Duktales Karzinom – kann ähnliche sekretorische Symptome zeigen, jedoch mit unregelmäßigen, spikulierten Mammographien und häufig pathologischen Zellveränderungen im Sekret.
  • Chronische periduktale Mastitis – überlappendes Bild, unterscheidet sich durch stärker ausgeprägte Entzündungszeichen und mögliche Fistelbildung.
  • Fibroadenom – tastbare, mobile Knoten ohne Milchabsonderung.

Die Unterscheidung basiert auf Kombination von Anamnese, bildgebenden Befunden und ggf. histopathologischer Analyse.

Therapie

Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad der Symptomatik und dem Vorhandensein komplikativer Veränderungen. Bei milden Fällen wird zunächst eine konservative, leitliniengerechte Therapie empfohlen: lokale Wärme, regelmäßige milchdrückende Maßnahmen und gegebenenfalls antibiotische Therapie bei sekundärer bakterieller Superinfektion. Chronisch rezidivierende oder symptomatisch belastende Fälle können durch chirurgische Duktusresektion (z. B. zentraler Duktus‑Exzision) behandelt werden, um die entzündliche Quelle zu entfernen und das Risiko einer Fehlinterpretation als maligne Läsion zu reduzieren. Die Wahl zwischen medikamentöser und operativer Therapie sollte individuell nach klinischer Bewertung erfolgen.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.