Wissensartikel · DE
Eosinophile Ösophagitis (K20): Diagnostik, Differenzialdiagnosen & Therapie‑Standard
Stärkste Quellenart: Übersichtsarbeit
- Übersichtsarbeit: 4
Einordnung nach dem Studientyp der zitierten Quellen laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Sie bewertet nicht, ob einzelne Aussagen des Artikels durch diese Quellen belegt sind. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.
In diesem Artikel
Übersicht
Eosinophile Ösophagitis (EO) ist eine chronisch‑entzündliche Erkrankung der Speiseröhre, die durch eine eosinophile Infiltration des epitheliären und subepithelialen Gewebes gekennzeichnet ist. Die Prävalenz hat in den letzten Jahren zugenommen und liegt insbesondere bei jungen Erwachsenen im mittleren Alter sowie bei Kindern deutlich höher als früher angenommen. Klinisch relevant ist die EO wegen ihrer potenziellen Folgekomplikationen, darunter strikte Bildung, Dysphagie und ernährungsbedingte Malnutrition.
Klinisches Erscheinungsbild
Patient*innen mit EO berichten häufig über dysphagische Beschwerden, insbesondere beim Verzehr von festen Nahrungsmitteln, sowie wiederkehrende Lebensmittel‑bezogene Schmerzen im Thorax. Weitere typische Symptome sind retrosternale Druckempfindlichkeit, Regurgitation und in schweren Fällen Gewichtsverlust. Der Krankheitsverlauf ist oft schubweise; akute Episoden können durch allergische Trigger verstärkt werden, während chronische Entzündungen zu strukturellen Veränderungen der Speiseröhre führen.
Diagnostik
Die Diagnose beruht auf einer Kombination aus Anamnese, endoskopischer Befunddarstellung und histopathologischer Bestätigung. Endoskopisch zeigen sich häufig trichterförmige Engstellen, lineare Furkungen oder weiße Exsudate. Für die definitive Diagnosestellung werden mindestens 15 eosinophile pro hochauflösendes Bild (HPF) im epitheliellen Bereich von biopsierten Proben aus proximalen und distalen Segmenten gefordert. Zusätzlich sollten andere Ursachen einer Ösophagitis, wie gastroösophageale Refluxkrankheit oder Infektionen, ausgeschlossen werden.
Differenzialdiagnosen
Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen gastroösophageale Refluxkrankheit, eosinophile Gastroenteritis, infektiöse Ösophagitis (z. B. Candida, Herpes simplex) sowie strukturelle Läsionen wie Tumoren oder Divertikel. Die Unterscheidung erfolgt primär über histologische Kriterien (Eosinophilenzahl), endoskopische Muster und das Vorhandensein von Begleitmanifestationen im Magen‑Darm-Trakt.
Therapie
Die leitliniengerechte Therapie orientiert sich an einer dreistufigen Strategie: zunächst wird eine topisch wirksame Kortikosteroid-Behandlung der Speiseröhre empfohlen, um die Entzündung zu kontrollieren. Bei unzureichtem Ansprechen oder wiederkehrenden Symptomen kann eine diätetische Elimination von potenziellen Nahrungsmittelallergenen hinzugefügt werden. In refraktären Fällen stehen systemische Immunmodulationen als Option zur Verfügung.
Besondere Populationen
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Sonderfälle & aktuelle Studienlage
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Verwandte Codes
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.