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Ganguntersuchung im Alter: TUG-Test – Diagnostik, Differenzialdiagnostik & Therapie-Standard

Stärkste Quellenart: Fachartikel ohne Angabe des Studientyps
  • Fachartikel ohne Angabe des Studientyps: 4

Einordnung laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

Die Quellenart sagt nicht aus, ob die Aussagen dieses Artikels geprüft und belegt sind.

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Der Timed Up‑and‑Go‑Test (TUG) ist ein kurzer funktioneller Mobilitätstest, bei dem die Prüfperson aus dem Sitzen aufsteht, drei Meter vorwärtsgeht, sich umdreht, zurückkehrt und wieder sitzt. Er dient primär der Bewertung von Gleichgewicht, Ganggeschwindigkeit und Transfersicherheit. In der häuslichen Pflege wird er zunehmend zur Vorhersage von Sturzrisiko und funktionellem Status eingesetzt. Studien zeigen, dass die Testdauer mit verschiedenen klinischen Outcomes korreliert, etwa mit der Fähigkeit zur selbstständigen Haushaltsführung oder dem Bedarf an assistierenden Hilfsmitteln. Damit hat der TUG sowohl epidemiologische als auch individualmedizinische Relevanz.

Klinisches Erscheinungsbild

Typischerweise wird beim TUG‑Test eine erhöhte Durchführungszeit beobachtet bei Patienten mit eingeschränkter Mobilität, z. B. nach orthopädischen Eingriffen, neurologischen Erkrankungen oder pulmonalen Restriktionen. Die häufigsten Leitsymptome, die zu einer prolongierten Testdauer führen, umfassen Gangunsicherheit, verminderte Bein‑ und Rumpfstabilität sowie reduzierte Schnellkraft beim Aufstehen. Der Verlauf ist meist progressiv: bei fortschreitender Muskelatrophie oder Verschlechterung der kognitiven Funktionen verlängert sich die Zeit kontinuierlich.

Diagnostik

Die Anamnese fokussiert auf Sturzereignisse, Mobilitätsbeschränkungen und funktionelle Alltagsaktivitäten. Der TUG‑Test wird standardisiert in einer ruhigen Umgebung mit einem Stuhl (Höhe 45 cm) und einer markierten Strecke von drei Metern durchgeführt. Die Testdauer wird mit einer Stoppuhr gemessen; bei instrumentiertem Vorgehen können Körper‑sensible Motion‑Tracker zur Erfassung zusätzlicher Kinematikdaten verwendet werden. Referenzwerte für gesunde Erwachsene liegen typischerweise unter 10 Sekunden, während Werte über 13–14 Sekunden als Hinweis auf erhöhtes Sturzrisiko gelten. Die Diagnose wird gestellt, wenn die gemessene Zeit die alters‑ und geschlechtsspezifischen Schwellen überschreitet und mit klinischen Befunden (z. B. Gangunsicherheit) korreliert.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen:

  • Gait‑Apraxie – charakterisiert durch unkoordinierte Schrittfolge trotz intakter Muskelkraft; TUG‑Zeit kann erhöht sein, jedoch zeigen sich spezifische Fehlmuster in der Gangsequenz.
  • Kognitive Dysfunktion – bei Demenz kann die Testdauer verlängert sein, jedoch dominiert eine erhöhte Fehlerquote bei den Anweisungen.
  • Orthopädische Schmerzen – Hüft- oder Kniearthrose führt zu Schonhaltung und verlangsamtem Aufstehen; Schmerzassessment hilft zur Differenzierung.

Die Unterscheidung erfolgt durch ergänzende Tests (z. B. Berg‑Balance‑Scale, Mini‑Mental‑State‑Examination) und gezielte klinische Untersuchung.

Therapie

Eine leitliniengerechte Therapie orientiert sich an der Verbesserung von Kraft, Gleichgewicht und Gangstabilität. Evidenzbasierte Interventionen umfassen physiotherapeutisch geleitete Übungsprogramme mit progressiver Widerstands- und Balancetrainingseinheiten. Bei nachweisbarer Sturzgefährdung wird zusätzlich ein individuelles Hausrats‑Modifikationsprogramm empfohlen. Die Wirksamkeit solcher Programme wurde in mehreren Studien bestätigt, die eine Reduktion der TUG‑Zeit nach strukturiertem Training zeigten.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.