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Hitzeerschöpfung (T67.5) – Diagnostik, Differenzialdiagnosen & Therapie‑Standard
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Übersicht
Hitzeerschöpfung ist ein milder bis moderater Wärme‑Stress, der durch unzureichende Flüssigkeits- und Elektrolytzufuhr sowie eine überschüssige körpereigene Wärmeerzeugung entsteht. Sie tritt vor allem bei längerer Exposition gegenüber hohen Umgebungstemperaturen oder intensiver körperlicher Belastung in heißer Umgebung auf. Epidemiologisch ist sie besonders häufig während Hitzewellen und in Berufen mit hoher thermischer Belastung, wobei die Inzidenz mit steigenden Außentemperaturen zunimmt. Klinisch relevant ist die potenzielle Progression zur Hitzeerschlag‑Syndrom bei fehlzeitiger Intervention.
Klinisches Erscheinungsbild
Typische Leitsymptome umfassen plötzliches Schwitzen, Durst, Kopfschmerz, Schwindel, Übelkeit und allgemeine Schwäche. Der Blutdruck kann zunächst erhöht sein, später jedoch fallen; die Herzfrequenz ist häufig tachykard. Die Haut bleibt feucht und warm bis heiß. Der Verlauf ist in der Regel schnell reversibel nach Abkühlung und Flüssigkeitszufuhr, wobei sich die Symptome innerhalb von Stunden bessern.
Diagnostik
Die Anamnese fokussiert auf kürzliche Hitzeexposition, körperliche Aktivität, Flüssigkeitsaufnahme sowie mögliche Begleiterkrankungen. Klinisch wird ein feucht‑schwitzender Hautbefund mit erhöhtem Hauttemperaturgradienten festgestellt. Laborparameter können leichte Hyperkaliämie, erhöhte Harnstoff- und Kreatininwerte bei beginnender Dehydratation sowie eine relative Azidose zeigen; elektrophoretische Störungen sind häufig. Die Diagnose beruht auf dem Zusammenspiel von Anamnese, klinischem Befund und Ausschluss schwererer Wärme‑Erkrankungen.
Differenzialdiagnosen
Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen den Hitzeerschlag (gekennzeichnet durch anhidrose, hohe Kernkörpertemperatur > 40 °C, neurologische Ausfälle), extertionsbedingte Muskelkrämpfe (Muskelkater, Myoklonien), gastrointestinale Infektionen mit ähnlichen Symptomen sowie kardiovaskuläre Ursachen für Schwindel und Tachykardie. Das Vorhandensein von anhaltender Hyperthermie, Bewusstseinsstörungen oder fehlendem Schwitzen spricht eher für einen Hitzeerschlag.
Therapie
Die leitliniengerechte Standardtherapie besteht aus sofortiger Kühlung (z. B. kühle Umgebung, feuchte Tücher) und oraler Flüssigkeitszufuhr mit elektrolythaltigen Getränken. Bei Unfähigkeit zur oralen Aufnahme ist eine intravenöse Volumenexpansion mit isotonischer Kochsalzlösung indiziert. Die Therapie zielt darauf ab, die Körpertemperatur zu senken, das intravaskuläre Volumen wiederherzustellen und Elektrolytstörungen zu korrigieren. Kontinuierliche Überwachung von Vitalparametern und Laborwerten ist empfehlenswert.
Besondere Populationen
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Sonderfälle & aktuelle Studienlage
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Verwandte Codes
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor. Hier würden die benachbarten ICD‑10‑Codes aus dem Kapitel „Krankheiten, die durch äußere Ursachen hervorgerufen werden“ aufgeführt.
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