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Ichthyosis acquisita (L85.0): Differenzialdiagnostik und Therapie‑Standard
Stärkste Quellenart: Systematische Übersicht oder Metaanalyse
- Systematische Übersicht oder Metaanalyse: 1
- Übersichtsarbeit: 4
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In diesem Artikel
Übersicht
Acquired ichthyosis (AI) ist eine sekundär erworbene, schuppige Hauterkrankung, die nicht durch genetische Defekte, sondern durch externe Faktoren wie maligne Erkrankungen, systemische Störungen oder medikamentöse Einflüsse ausgelöst wird. Die Prävalenz ist gering und liegt vor allem bei Patienten mit paraneoplastischen Syndromen sowie bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen. Klinisch relevant ist AI wegen ihrer Assoziation mit schweren Grunderkrankungen; das Auftreten kann ein Hinweis auf ein bislang unbekanntes malignes Geschehen sein.
Klinisches Erscheinungsbild
Typisch präsentiert sich AI durch feine, grauweißliche Schuppen, die vor allem an den Extremitäten (Beine, Arme), dem Rumpf und gelegentlich am Gesicht auftreten. Die Haut ist häufig trocken, kann prurig sein und zeigt eine gleichmäßige Verteilung ohne primäre Entzündungszeichen. Der Verlauf ist meist chronisch, wobei die Schuppung im Zusammenhang mit der zugrunde liegenden Erkrankung schwanken kann – bei erfolgreicher Therapie des Primärbefundes kann sich die Hautveränderung zurückbilden, während ein Fortschreiten der Grunderkrankung zu einer Verschlimmerung führt.
Diagnostik
Die Diagnose beruht auf einer sorgfältigen Anamnese, in der insbesondere eine Vorgeschichte von malignen Tumoren (z. B. Lymphome, Bronchialkarzinom), endokrinen Störungen oder chronischen Infektionen erfragt wird. Klinisch‑dermatologische Untersuchung bestätigt das typische schuppige Muster ohne primäre Ekzematikität. Laboruntersuchungen dienen der Identifikation möglicher systemischer Ursachen (z. B. Blutbild, Leber- und Nierenparameter, Schilddrüsenfunktion). Bildgebende Verfahren (CT, Ultraschall) können zur Aufklärung eines zugrundeliegenden Tumors eingesetzt werden. Es existieren keine einheitlichen Diagnosekriterien; die Kombination aus klinischem Bild und Nachweis einer assoziierten Grunderkrankung gilt als diagnostischer Standard.
Differenzialdiagnosen
Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen:
- Hereditäre Ichthyosen – bereits seit Kindheit vorhanden, häufig mit familiärer Vorgeschichte.
- Seborrhoische Dermatitis – lokalisierte Schuppung in seborrhoischen Bereichen, begleitet von erythematösen Plaques.
- Psoriasis vulgaris – silbrig‑weiße Schuppen auf erythemen Plaques, typischerweise an Ellenbogen und Knie.
- Xerose cutis – allgemeine Hauttrockenheit ohne die ausgeprägte schuppige Textur von AI.
Die Unterscheidung erfolgt durch Anamnese (Beginn, Verlauf), Verteilungsmuster und ggf. histopathologische Befunde.
Therapie
Therapeutisch steht zunächst die Behandlung der zugrunde liegenden Erkrankung im Vordergrund; eine erfolgreiche onkologische oder endokrinologische Therapie kann die Hautmanifestation wesentlich verbessern. Symptomatisch wird eine leitliniengerechte Hautpflege empfohlen, die regelmäßige Anwendung von feuchtigkeitsspendenden Emollienzien und milderen Keratolytika umfasst, um den Schuppungsgrad zu reduzieren. Bei persistierender Pruritus oder stark ausgeprägter Schuppung können topische Kortikosteroide oder Calcineurin‑Inhibitoren ergänzend eingesetzt werden, wobei die Wahl nach individueller Verträglichkeit und Risikoabwägung erfolgt.
Besondere Populationen
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Sonderfälle & aktuelle Studienlage
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Verwandte Codes
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
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