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Kontraktur (T79.6): Diagnostik‑Algorithmus, Differenzialdiagnosen & evidenzbasierte Therapie‑Standard
Stärkste Quellenart: Leitlinie oder Konsensus
- Leitlinie oder Konsensus: 1
- Übersichtsarbeit: 4
Einordnung laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.
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In diesem Artikel
Übersicht
Die Dupuytren‑Kontraktur ist eine benigne, fibroproliferative Erkrankung der Palmaraponeurose, die zu einer schrittweisen Fingerbeugung führt. Sie tritt vorwiegend bei Männern mittleren Alters auf und zeigt eine höhere Prävalenz in nordeuropäischen Populationen. Klinisch relevant ist die mögliche Beeinträchtigung der Handfunktion bis hin zur Unfähigkeit, Alltagsgegenstände zu greifen.
Klinisches Erscheinungsbild
Typische Leitsymptome sind das Auftreten von knotenartigen Verdickungen (Noduli) in der Palmaraponeurose, gefolgt von einer progressiven Strangbildung (Cord). Diese führen zu einer schmerzlosen Flexionskontraktur insbesondere des kleinen Fingers und gelegentlich des Ringfingers. Der Verlauf ist meist langsam, kann jedoch Phasen rascher Progression aufweisen, wobei die Beweglichkeit der betroffenen Finger zunehmend eingeschränkt wird.
Diagnostik
Die Anamnese fokussiert auf das Auftreten von Palmarknöteln, familiäre Vorbelastung und mögliche Risikofaktoren wie Rauchen oder Alkoholmissbrauch. Die klinische Untersuchung bestätigt die Palmarnoduli, die palpabelen Stränge und die Einschränkung der aktiven Extension. Bildgebende Verfahren (z. B. Ultraschall) können zur Beurteilung des Ausmaßes der Fasziendickung herangezogen werden, sind jedoch nicht zwingend erforderlich für die Diagnose. Die Diagnose wird primär klinisch gestellt; standardisierte Diagnosekriterien existieren nicht in den geprüften Quellen.
Differenzialdiagnosen
Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen:
- Ledderhose‑Krankheit (Plantarfibromatose) – ähnliche fibroproliferative Veränderungen an der Fußsohle.
- Palmarfibrose sekundär zu entzündlichen Erkrankungen – meist mit Schmerzen und systemischen Befunden.
- Gelenksteife durch Arthrose oder rheumatoide Arthritis – primär schmerzhafte Bewegungseinschränkung und andere klinische Zeichen.
Therapie
Die leitliniengerechte Therapie richtet sich nach dem funktionellen Beeinträchtigungsgrad. Bei geringer Einschränkung wird zunächst eine konservative Beobachtung empfohlen. Fortschreitende Kontrakturen werden durch interventionelle Verfahren behandelt. Die perkutane Nadelaponeurotomie stellt ein minimalinvasives Vorgehen dar, bei dem unter lokaler Anästhesie Nadeln zur Durchtrennung der Stränge eingesetzt werden. Eine enzymatische Therapie mit Kollagenase ermöglicht die gezielte Auflösung der pathologischen Fasziestränge und wird als nicht‑chirurgische Alternative eingesetzt. Beide Verfahren zeigen in den geprüften Studien eine Reduktion der Kontraktur ohne offene Operation.
Besondere Populationen
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Sonderfälle & aktuelle Studienlage
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Verwandte Codes
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
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