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Kreislaufkollaps (R57.9): Differenzialdiagnostik und Therapie‑Standard
Stärkste Quellenart: Fallbericht oder Meinungsbeitrag
- Fallbericht oder Meinungsbeitrag: 1
- Fachartikel ohne Angabe des Studientyps: 2
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In diesem Artikel
Übersicht
Der Kreislaufkollaps bezeichnet das akute Versagen des hämodynamischen Systems mit kritischer Unterversorgung von Geweben und Organen. Epidemiologisch ist er selten, tritt jedoch in Notfallsituationen wie schweren Vergiftungen oder systemischen Schocks auf und hat eine hohe Mortalität, weshalb ein rasches Erkennen und Handeln essentiell sind.
Klinisches Erscheinungsbild
Typisch für einen Kreislaufkollaps sind plötzlich auftretende Hypotonie, Tachykardie bis zum kardiovaskulären Kollaps, Bewusstseinsverlust oder schwere Verwirrtheit. Häufig begleiten pallor, kalte und schweißige Haut sowie eine verminderte Urinausscheidung. Der Verlauf kann innerhalb weniger Minuten von initialen Warnsignalen zu einem fulminanten Kreislaufstillstand fortschreiten.
Diagnostik
Die Anamnese fokussiert auf mögliche auslösende Faktoren wie Vergiftungen, schwere Blutverluste oder allergische Reaktionen. Die klinische Untersuchung bestätigt die hämodynamischen Instabilitäten (niedriger Blutdruck, erhöhte Herzfrequenz) und kann Hinweise auf zugrunde liegende Ursachen geben (z. B. Pupillenveränderungen bei Barbituratvergiftung). Laboruntersuchungen umfassen Blutgasanalyse, Elektrolyte, Gerinnungsstatus und toxikologische Screens, während apparative Verfahren wie EKG und Sonographie zur Beurteilung kardialer Funktion eingesetzt werden. Die Diagnose basiert auf dem klinischen Bild eines akuten Kreislaufversagens in Kombination mit den genannten Befunden.
Differenzialdiagnosen
Wichtige abzugrenzende Diagnosen sind kardiogener Schock (z. B. nach Myokardinfarkt), hypovolämischer Schock (Blutverlust, Dehydratation), anaphylaktischer Schock und septischer Schock. Barbituratvergiftung kann einen spezifischen toxikologischen Schock hervorrufen, der sich durch charakteristische neurologische Befunde unterscheidet. Die Unterscheidung erfolgt primär über Anamnese, Laborparameter (z. B. Lactat, Blutgase) und spezifische klinische Zeichen.
Therapie
Die sofortige Therapie richtet sich nach den Prinzipien einer leitliniengerechten hämodynamischen Stabilisierung: Sicherstellung der Atemwege, Sauerstoffgabe, Volumenexpansion mit kristalloiden Lösungen und ggf. vasopressorischer Unterstützung. Bei toxikologischen Ursachen wie Barbituratvergiftung ist die spezifische Entgiftung (z. B. Aktivkohle) zu berücksichtigen. Ziel ist die Wiederherstellung eines ausreichenden Blutdrucks und einer adäquaten Organperfusion, gefolgt anhaltender Überwachung und Behandlung der Grunderkrankung.
Besondere Populationen
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Sonderfälle & aktuelle Studienlage
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Verwandte Codes
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